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MAK

Full text : Katalog der archaeologischen Ausstellung

—  106

rechter  Arm  nach  vorne  gesenkt;  Hand  fehlt.  Stark  oxydirt  und
incrustirt.  H.  der  separat  gegossenen  Figur  und  des  Schemels  0’095,
des  Thrones  0  076.  Frau  Th.  v.  Göyy.
1311.  Pallas  Athene  mit  hohem  römischen  Helm,  die  Aegis  wie  bei
Nr.  417  gebildet,  beide  Unterarme  wagrecht  vorgestreckt  (über  den
linken  ist  das  Ende  des  die  rechte  Körperseite  freilassenden  und
vor  den  Leib  vorbeigeführten  Obergewandes  geschlagen),  beide
Hände  fehlen;  derbe  Arbeit.  H.  0‘08.  Herr  Fr.  Trau.
1312.  Apollon,  nackt,  in  ruhiger  Haltung,  das  linke  Bein  zurückgestellt,
in  der  gesenkten  Rechten  ein  Plectron,  die  gesenkte  Linke  hielt
die  durch  eine  kleine  oben  abgebrochene  Säule  gestützte  Kithara.
Auf  dem  Haupte  ein  doppelter  Lorbeerkranz,  dessen  Schleifen  über
die  Schultern  herabfallen;  in  demselben  ober  der  Stirn  eine  Blume,
deren  —  wohl  silberne  —  Mittelzier  ausgebrochen  ist;  auch  die
Pupillen  waren  mit  Silber  eingelegt.  Der  linke  Unterarm  erscheint
in  Folge  des  Fehlens  der  Kithara  jetzt  deformirt.  Gute,  etwas  trockene
Arbeit;  vorzügliche  Erhaltung.  H.  0'35.  Auf  antikem  gegliedertem
(0‘103  h.)  Rundsockel.  Im  französischen  Kunsthandel  erworben.
Herr  Fr.  Trau.
Beschr.  Archaeolog.  epigraph.  Mitth.  II  (1878)  S.  149  n.  9.
1313.  Artemis,  in  gegürtetem,  hochgeschürzten  Chiton,  der  die  rechte
Brust  freilässt,  das  linke  Bein  vorgestellt,  hielt  in  der  ausgestreckten
Linken  den  Bogen  und  langt  mit  der  Rechten  über  die  rechte
Schulter  zurück  einen  Pfeil  aus  dem  Köcher;  im  Haar  ein  zackiger
Kranz;  die  Füsse  (rechter  verstümmelt)  in  Jagdstiefeln.  H.  (P065.
Herr  Fr.  Trau.
1314.  Atalante  als  Siegerin,  mit  Pfeil  und  Bogen  in  den  Händen,  in
laufender  Stellung,  mit  dem  rechten  Fusse  auf  einem  fein  ciselirten
Eberkopfe  schwebend.  Die  Zusammengehörigkeit  der  beiden  Theile
und  ihr  antiker  Ursprung  wahrscheinlich.  H.  0‘09.
Handelskammerrath  R.  Lieben.
1315.  Atalante  in  kurzem  Chiton,  der  unter  der  ganz  frei  bleibenden
Brust  gegürtet  ist  und  von  zwei  gekreuzten  Achseltragbändern
gehalten  wird,  an  deren  einem  auch  der  Köcher  hängt.  Ueber  die
linke  Schulter  und  den  in  die  Hüfte  gestemmten  linken  Unterarm
hängt  ein  Mäntelchen;  hohe  Jagdstiefel.  Der  erhobene  rechte  Arm
hielt  wohl  den  Bogen.  H.  0‘114.  Herr  Fr.  Trau.
Vergl.  die  Atalante  im  kunsthist.  Hofmus.  Saal  XIII,  Sehr.  X,  Nr.j821.
1316.  Aphrodite,  Sandalen  lösend;  rechtes  Standbein,  das  linke  gerade
erhoben,  die  rechte  Hand  griff  nach  dem  linken  Fusse,  der  linke
Unterarm  stützt  sich  auf  einen  (ergänzten)  Baumstamm.  Im  Haar
Stephane,  zwei  Scheitelknoten-,  rechter  Fuss  ergänzt.  H.  0'035.
Herr  Fr.  Trau.
1317.  Aphrodite,  nackt,  mit  reichem  Kopfputz  und  Stephane.  Am
Oberarm  je  einen  Ring,  die  erhobene  Rechte  hält  mit  drei  Fingern
einen  Apfel;  der  linke  Unterarm  wagrecht  vorgestreckt,  die  (verstümmelte) ­
  linke  Hand  nach  oben  geöffnet.  Auf  antikem  Sockel.
H.  0'28.  Herr  Fr.  Trau.
1318.  Eros  auf  dem  Boden  sitzend,  mit  dionysischen  Emblemen,  in  der
erhobenen  Linken  eine  Traube,  im  Haare  Epheukranz;  mit  der
            
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