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MAK

Full text : Katalog der archaeologischen Ausstellung

—  120  -
1446.  Doppelpincettej  war  versilbert.  L.  0’175,  vordere  Br.  0 - 017
u.  0'018.  Aus  der  Sammlung  Castellani  in  Rom.
Herr  Fr.  Trau.
1447.  Chirur  gischer  Löffel  (?)  mit  erbsengrosser  Höhlung,  der  dünne
Stiel  an  den  Enden  und  in  der  Mitte  "mit  zierlichen  Querwülsten
besetzt.  Oben  ein  Ring.  Ges.  L.  0*21.  Herr  M.  Heckscher.
1448.  Weihrauch-Schäufelchen  zum  sacralen  Gebrauch?  Pfeilerförmiger ­
  Stiel,  der  unten  flacher  werdend  in  ein  etwas  aufgebogenes
rundes  Löffelcben  übergeht.  Den  Griff  bildet  eine  ithyphallische
Pans-Herme,  deren  Brusttheil  zur  Aufnahme  des  Daumens  nach
einwärts  gebogen  ist.  L.  0*16.  Herr  M.  Heckscher.
1449.  Kleine  (Brat-?)  Spiesse,  in  der  Mitte  kantig  gedreht,  der  Kopf
als  Pinienzapfen,  Herme,  liegender  Löwe  etc.  gebildet.  L.  0'215
bis  0‘35,  Dicke  0 - 004  bis  0 - 006.  Aus  der  Sammlung  Castellani
in  Rom.  Herr  Fr.  Trau.
1450.  Desgleichen  mit  schaufelförmigem  Kopfende.  L.  0  18  bis  0 - 255.
Aus  der  Sammlung  Castellani  in  Rom.  Herr  Fr.  Trau.
1451—1453.  Aehnlieh  den  vorigen,  aber  mit  geradem,  vierkantigem
Stiel  (0'004  bis  0'007  dick),  der  sich  nach  rückwärts  in  einen  als
menschlichen  Fuss  oder  Bein  gebildeten  Griff  fortsetzt  (bei  einem
in  einen  Widderkopf).  L.  0'215  bis  0  245.  Aus  der  Sammlung
Castellani  in  Rom.  Herr  Fr.  Trau.
1454.  Sog.  Kreagra  (Opfergabel  für  Fleisch,  vielfach  für  das  homerische ­
  Pempobolon  gehalten).  L.  0 - 37.
Siehe  zuletzt  R.  Engelmann,  Jahrb.  d.  arch.  Inst.  1891,  S.  173  ff.
Archaeolog.  Sammlung  d.  k.  k.  Universität.
1455.  Hals  reif,  kantig  gedreht,  gegen  die  Enden  verjüngt,  vergoldet.
Durchm.  circa  0’10.  Aus  Chiusi.  Herr  Fr.  Trau.
1456.  Sistrum,  oben  eine  ruhende  Löwin.  L.  0’21.  Aus  Aegypten.
Herr  Fr.  Trau.
1457.  Tableau:  Zierliche  Henkel-Ansätze,  ein  Kerykeion,  Herakles  den
nemeischen  Löwen  würgend  (feines  Relief),  eine  sogenannte  Riechkapsel, ­
  ein  Anhängsel  in  Urnenform)  die  meisten  griechich.
Frau  Th.  v.  Gö^sy.
1458.  Sandale  für  einen  linken  Fuss,  bestehend  aus  zwei  Theilen,
einem  für  die  Vorder-  und  einem  für  die  Hintersohle.  Das  Material
war,  bis  auf  wenige  Reste,  geschwundenes  Holz,  das  auf  der
Unterseite  und  dort,  wo  die  zwei  Hälften  sich  berührten,  mit
Bronzeblech  montirt  ist.  Die  Verbindung  der  beiden  Theile  bildete
eine  dicke  oberste  Lederschichte,  die  mit  grossen  Nägeln  auf
dem  Holze  befestigt  war.  Man  ging  nicht  auf  der"  ganzen
Sohle,  indem  dieselbe  von  unten  ausgehöhlt  erscheint,  sondern  auf
den  dicken  Kugelköpfen  der  Nägel,  mit  denen  der  Rand  beschlagen
ist;  Zwischen  Daumen  und  zweiter  Zehe  ragt  ein  Stift  mit  Oese
zum  Durchziehen  eines  Riemchens  heraus,  ein  Beweis,  dass  dieses
Marterinstrument  nicht  als  Untersohle  diente,  sondern  direct  unter
dem  Fusse  gebunden  wurde.  Etruskisch.  L.  0'25.  Aus  Orvieto.
K.  k.  österr.  Museum.
Vgl.  ähnliche  Exemplare  Mus.  Gregoriano  u.  Micali,  Monumenti  inediti  al
illustrazione  della  storia  etc.  Taf.  XVII,  9.
            
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