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MAK

Full text : Katalog der archaeologischen Ausstellung

138  —

1621.  Einsatz  eines  langnoppigen  Lakens,  in  der  Mitte  ein  runder
Henkelkorb  mit  Trauben  und  Weinlaub,  in  der  Bordüre  Akanthusranke
  mit  Blumen  und  Vögeln.  Durch  realistische  Wiedergabe
einzelner  Details  und  durch  die  Farbenpracht  gleichmässig  hervorragend. ­

1622.  Einsatz,  in  der  Mitte  ein  Reiter  mit  der  Doppelaxt,  in  den
Ecken  knieende  Jäger  zu  Fuss,  dazwischen  Thiere.  Die  Wiedergabe
der  stilistischen  Eigentümlichkeiten  der  Figuren  in  der  primitiven
Wirkerei-Technik  unübertrefflich  (man  sehe  namentlich  die  Silhouette
des  Jägers  links  oben).
1623.  Einsatz:  Amphora  mit  stilisirten  Weinreben,  zwei  Genien,  traubennaschenden ­
  Häschen  und  vier  Vögeln.  Vgl.  1598.
1624.  Einsatz  mit  roh  gearbeiteten  figürlichen  Darstellungen,  die  in
dieser  typischen  Formgebung  und  Gruppirung  häufig  wiederkehren
und  auf  die  Geschichte  Joseph’s  bezogen  werden.  Für  die  Reiterfigur ­
  rechts  von  der  Mitte  vergl.  1599,  2.
1625.  Von  einer  W  e  ib  e  r  -  T  u  n  ica  ,  mit  grossen  Blattfiguren  in  den
Spangen.
1626.  Ki  n  d  er-T  un  ic  a  mit  aufgenähten  Besätzen.
1627.  Untertheil  einer  Weiber-Tunica,  in  den  gewirkten  Spangen
bemerkenswerthes  Streumuster  in  unendlichem  Rapport,  am  Saume
ein  Besatz,  gewebt  wie  1269.
1628.  Schmalende  einer  langnoppigen  Binde,  die  Verzierungen  aus
bunter  Wolle  gleichfalls  in  flotten  Noppen  eingewebt.
1629.  Zwei  B  es  at  z  -  B  o  rt  e  n,  lancirt  gewebt.
1630.  Theil  einer  Binde  mit  broschirt  gewebten  Verzierungen,  nach
unendlichem  Rapport;  in  der  Bordüre  gereihte  Blüthenpflanzen,
der  Technik  entsprechend  in  stärkerer  Stilisirung.
1631.  Viereckiges  Tüchlein,  gearbeitet  wie  1630.
1632.  1.  Fragment  eines  aus  bunten  Lappen  geflickten  Zeuges;  nach
Prof.  Ludwig’s  Untersuchungen  das  Blau  mit  Indigo,  Roth  mit
Krapp,  gelb  wahrscheinlich  mit  Blau,  Grün  mit  Indigo  und  blau
gefärbt,  Braun  unbestimmbar;  2.  Fragment  eines  Tüchleins  mit
zwei  Reihen,  in  Technik  und  Stilisirung  gleich  1630,  1631;  3.  gestrickter ­
  Strumpf;  4.  Posamenterien.
1633.  Durchbrochene  Arbeiten.  1.  Aus  Leinenfäden  gitterartig
geflochten,  2—4  Fragmente  von  Mützen,  die  aus  rothen  Wollfäden
geflochten  sind  und  Klöppelarbeiten  völlig  ähnlich  sehen.
1634.  Bedrucktes  B  a  u  m  w  o  11  z  e  u  g,  vermuthlich  hergestellt  in  der  Technik
der  javanischen  Batik-Sarongs,  wobei  die  mit  der  jeweiligen  Farbe
nicht  zu  imprägnirenden  Flächen  mit  Wachs  überzogen  und  das
Zeug  hierauf  in  das  Bad  (im  vorliegenden  Falle  ein  blaues)  gegeben ­
  wird.
1635.  Spielpuppe  (im  Webstuhlkasten),  vermuthlich  aus  einem  Kindergrabe, ­
  der  oberste  Lappen  aus  bedrucktem  Baumwollzeug,  vermuthlich ­
  mittelst  Modeldruckes  hergestellt.
1636.  A  e  r  m  e  1-D  oppelborte(imW  ebstuhlkasten),  in  Kettenstich  gestickt
mit  Wellenranken-Muster  in  Purpurwolle.
(Publ.  im  Kunstgewerbeblatt  1891,  S.  127).
            
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