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füllung gekommen, wird aber in einem nächsten Jahre
wieder aufgenommen und fortgesetzt werden.
Somit bildet »das ganze Werk« der Künstler nur
eine Abtheilung unserer Ausstellung; zwei andere Abtheilungen
sind ihr zur Seite getreten. Die eine besteht,
sozusagen dem »ganzen Werke« gegenüber, aus Einzelradirungen
oder Einzelblättern, und zwar solchen von
möglichst neuem Datum und von vorragender Bedeutung.
Das Interesse wendet sich diesen Blättern, von
meist französischer oder englischer Herkunft zu, vorzugsweise
um ihrer Schönheit willen. Die Zusammenstellung
verdanken wir in erster Linie den Herren
Arlaria. Eine dritte Abtheilung ist diejenige der oben
geschilderten modernsten Lithographien, bei denen, wie
angegeben, das individuell künstlerische Moment ganz
besonders zum Ausdruck gelangt ist. Man wird diese
um ihrer Neuheit und technischen Originalität höchst
interessanten Blätter mit um so grösserem Interesse betrachten,
als sie eine allermodernste Erscheinung sind,
und bisher in Wien kaum gesehen worden, wenigstens
nicht in einer Zusammenstellung von grösserer Zahl. Eine
Besonderheit an diesen Lithographien ist die Wiederaufnahme
einer alten Kunstweise, vielmehr die Uebertragung
derselben vom Holzschnitt auf die Lithographie.
Zu den schönsten Arbeiten des Holzschnittes im sechzehnten
Jahrhundert gehören die sogenannten Clairobscurs,
farbige Blätter in zwei, drei oder mehr Farbentönen,
welche nicht ein malerisch natürliches Bild der
Darstellung geben sollen, sondern nur ein malerisch
abgetöntes. Diese alte Manier ist mit um so grösserem