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MAK

Full text : Katalog der Internationalen photographischen Ausstellung im Oesterr. Museum für Kunst und Industrie 1881

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A.  Vorlesungssaal.

Copirt  wurde  bis  zum  Sichtbarwerden  des  braunen  Bildes;  bei  Negativen
jedoch,  deren  Farbe  das  Erkennen  der  richtigen  Copirzeit  nicht  gestattete,
mit  Hilfe  des  Photometers.  Die  copirte  Platte  wurde  auf  bekannte  Art  ausgewässert, ­
  getrocknet  und  vor  dem  Drucke  wieder  mit  reinem  Wasser  befeuchtet. ­
  Das  Aufträgen  der  Farbe  geschah  mit  der  Lederwalze,  das  Egalisiren
  derselben  mit  einer  Leimwalze,  das  Reinigen  des  Grundes  bei  Strichzeichnungen ­
  mit  einer  harten  glatten  Lederwalze.
(Siehe  auch  VIII  „Vorgang  bei  Herstellung  eines  Lichtdruckes“.)
II.  Pigmentdruck.
Derselbe  wurde  nach  dem  verkehrten  Negative  einer  Bleistiftzeichnung
auf  Graphit-Gelatine-Papier  copirt  und  durch  einfachen  Transport  auf  gewöhnliches, ­
  mit  lproc.  Rohcollodion  überzogenes  Zeichenpapier  übertragen. ­

III.  Negative,  nach  verschiedenen  Methoden  verstärkt.
Die  Negative  der  zwei  Verticalcolumnen  linker  Seite  und  mit  1.  bezeichnet,
wurden  nach  dem  nassen  Collodion-Verfahren,  jene  der  zwei  Verticalcolumnen
rechter  Seite  und  mit  2.  bezeichnet,  nach  dem  Gelatine-Emulsionsverfahren
hergestellt.  Alle  Collodion-Negative  sind  5  Minuten,  alle  Gelatine-Emulsions-Negative
  15  Secunden  exponirt  worden;  die  Witterungsverhältnisse  waren
bei  allen  Aufnahmen  gleich.
а)  1.  unverstärkt.  Negativ,  hervorgerufen  und  fixirt,  jedoch  nicht
verstärkt.
б)  1.  Bl  ei-Verstärkung  (Eder-T6th.)  (Photographische  Correspondenz,
Jahrgang  XIII,  pag.  20.  Färbungsmethoden,  ibid.  pag.  216,  221.)  Das  fixirte
Negativ  wurde  gut  gewaschen  und  in  folgender  Lösung:  Dest.  Wasser  2500,
Ferridcyankalium  150,  Bleinitrat  100  bis  zum  vollständigen  Lichtgelbwerden
der  ganzen  Schicht  belassen,  dann  bis  zum  Weisswerden  wieder  gewaschen.
c)  1.  Blei-Schwefelammon.  Negativ  wie  vor,  mit  Blei  verstärkt  und
mit  einer  Lösung  von  Schwefelammonium  1,  in  Wasser  5,  bis  zum  Schwarzwerden ­
  behandelt.
d)  1.  Blei-Kupferchlori  d.  Negativ  wie  bei  b),  mit  Blei  verstärkt,
dann  mit  lOproc.  Kupferchlorid-Lösung  behandelt.
e)  1.  Blei-Kaliumbichromat.  Negativ  wie  sub  b)  behandelt  und
dann  in  lOproc.  Kaliumbichromatlösung  bis  zur  Gelbfärbung  belassen.
f)  1.  Blei-Ammon-Kaliumchromat.  Negativ  wie  vor,  jedoch  mit
einer  mit  Ammoniak-Ueberschuss  versetzten  lOperc.  Kaliumbichromat-Lösung
behandelt.
g)  2.  unverstärkt.  Gelatine-Emulsions-Negativ  mit  Ferro-Oxalat  nach
Eder  (Theorie  und  Praxis  der  Photographie  mit  Bromsilber-Emulsionen.
Wien,  1881,  pag.  53)  entwickelt  und  fixirt.
h)  2.  Quecksilberjodid-Verstärkung  nach  Edwards  (Eder,
Theorie  und  Praxis  der  Photographie  mit  Bromsilber-Emulsionen.  Wien,
1881,  pag.  53).
i)  2.  Quecksilberchlorid-Verstärkung  nach  England  (Theorie
und  Praxis  der  Photographie  mit  Bromsilber-Emulsionen,  Wien,  1881.
pag.  53).
k)  2.  Verstärkung  nach  Seile  (Theorie  und  Praxis  der  Photographie
mit  Bromsilber-Emulsionen,  Wien  1881,  pag,  53).
l)  2.  Blei-Eisenchlorid-Kaliumchromat.  (Photogr.  Correspondenz,
Jahrg.  XIII.  1876.  pag.  222).  Das  mit  Blei  verstärkte  Negativ  zuerst  mit
lOproc.,  mit  Salzsäure  angesäuerter,  Eisenchlorid-Lösung  und  dann  mit
lOproc.  Kaliumbichromatlösung  behandelt.
m)  2.  B  lei-Eisenchlorid  (Photogr.  Correspondenz,  Jahrg.  XIII.  1876.
pag.  223)  wie  vor,  jedoch  ohne  nachträgliche  Behandlung  mit  ICaliumbiehromat-Lösung.

IV.  Negative  auf  Gelatine-Emulsions-Platten
wurden  (so  wie  überhaupt  alle  zu  den  ausgestellten  Bildern  benützten)
mit  Steinheil’s  Weitwinkel-Aplanat  für  Reproductionen  von  72  mm  Oeffnung
aufgenommen.  Die  Gelatine-Emulsion  wurde  mit  Silberoxyd-Ammoniak
            
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