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Full text: Ausstellung schwedischer Volkskunst und Hausindustrie

E S ist kein Zufall, daß Schweden im gegen 
wärtigen Augenblicke eine lebendige häus 
liche Textilindustrie besitzt; sie ist vielmehr die 
natürliche Entwicklung einer Hausindustrie, die 
in ihrem Ursprünge bis in vorgeschichtliche Zeit 
verfolgt werden kann. Die reichen Sammlungen 
des „Nordiska Museet“ (Nordischen Museums) 
in Stockholm zeigen die Mannigfaltigkeit der 
hausindustriellen Betätigung der schwedischen 
Frauen während der letzten Jahrhunderte. 
Der Zusammenhang zwischen dem Altertum 
und der Gegenwart hat um so mehr Bedeutung, 
als die schwedische Arbeit unserer Tage das 
Alte in besonders hohem Grade weiterzu 
entwickeln sucht. Um nun ein Bild des gegen 
wärtigen Strebens in kunstgewerblicher Hinsicht 
zu geben, veranstalteten die auf diesem Gebiete 
leitenden Männer und Frauen Schwedens wäh 
rend des letzten Sommers in Stockholm eine 
Ausstellung von schwedischer Kunstindustrie 
und Volkskunst. 
Die Textilkunst nahm hierbei einen Ehren 
platz ein und war die am reichsten beschickte 
Abteilung. Die Ausstellung umfaßte zwei Grup 
pen. Die erste, die wirkliche Volkskunst, wie 
sie in den Provinzen ausgeführt wird, zeigte 
einen verschiedenen Charakter, je nach der Natur 
und dem Volksgemüte der einzelnen Gegend. Die 
zweite Gruppe war eine kunstindustrielle, haupt- 
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