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Full text: Ausstellung orientalischer Teppiche aus ehemals kaiserlichem Besitz

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Nr. 1. JAGDTEPPICH, in Seide geknüpft, stellen 
weise mit Gold und Silber durchwirkt. Kette, Eintrag 
und Knüpfung in Seide (200 Knoten auf 10 cm Breite, 
180 bis 200 Knoten auf 10 cm Höhe). Schema der Anord 
nung: das Innenfeld mit einem Mittelstem, vier Eck 
stücken und sich dazwischen verbreitender Füllung wird 
von einer dreifachen Borte eingefaßt. 
Die Füllung des Innenfeldes zeigt auf lachsfarbenem, 
mit Blumen und zierlichen Ranken belebtem Grund in 
bunten Farben Reiter und einige Fußgänger in Verfolgung 
von Löwen, Antilopen, Hirschen, Steinböcken, Wild 
schweinen, Hasen, Füchsen, Schakalen und anderem 
Wild. Nach diesen Darstellungen wird der Teppich als 
„Jagdteppich“ bezeichnet. Die Menschen- und Tierfiguren 
sind unsymmetrisch verteilt und so orientiert, daß die 
eine Hälfte der Darstellung in entgegengesetzter Richtung 
zur anderen gegeben ist. Jäger, Tiere, Blumen sind, in 
bewegter Komposition, streifenweise angeordnet. Die 
Jäger tragen persische Tracht, die Pferde persisches 
Sattelzeug. Die Farbengebung ist eine rein dekorative, 
nicht naturalistische. 
Der Mittelstem achteckig mit spitz zulaufenden Zacken, 
an welchen arabeskenartige Ausläufer sich ansetzen. Die 
in der Längsachse des Teppichs gelegenen zwei Zacken 
spitzen weisen noch ein Zwischenglied mit zwei einander 
gegenübergestellten Enten auf. Im Stern, auf einem licht 
grünen Fond, den ein vom Zentralpunkt des Sternes aus 
gehendes Blumen- und Blattgeranke belebt, kämpfende 
Fabeltiere, streng symmetrisch angeordnet. Vier diagonal 
gerichtete, mit dem Rücken gegeneinander gestellte 
Drachenpaare in Silber und Gold und ebensoviele
	        
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