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MAK

Full text : Katalog der Theodor Graf'schen Funde in Aegypten

i  55—156.  Bruchstück  einer  prächtigen,  uni-gestreiften  Tunica  aus  Scharb-Linnen.
  Erhalten  sind  der  Halsausschnitt,  eine  Spange,  welche  gleichmassig
  von  der  Achsel  über  Brust  und  Rücken  läuft  (s.  Nr.  124)
und  ein  Stück  des  linken  Achsel-Orbiculus:  sämmtliche  als  Besatzstücke ­
  aufgenäht.  Ersterer,  an  welchem  sich  noch  die  blaue  Schlinge
erhalten  hat,  trägt  eine  mit  schmalen  blauen  Längsstreiten  gemusterte ­
  rothe  Wollborte,  die  reich  mit  überschossenen  weissen  und
gelben  geometrischen  Dessins  verziert  ist.  Die  Spangen  und  die
Achseltabula  sind  in  Gobelin  ausgeführt  und  zeichnen  sich  durch
den  herrlichen  Farbenschmuck  ihres  kleinmustrigen  Inhalts  aus.  Sie
sind  mit  Buchstabenlinien  gerändert,  welche  als  Monogramm  ein
über  Pi  gesetztes  Jota  enthalten.  Also  aufgelost  etwa  TTI  (coioc),  der
bekannte  koptische  Eigenname  (s.  Anm.  zu  Nr.  121  —122).
157.  Gewebtes  wollenes  Bortenbesatzstück  von  demselben  Gewand,  s.
vor.  Nummer.
158.  Bruchstück  eines  Halsbesatzes:  eine  rothwollene,  grün  eingefasste
Borte  mit  eingestickten  gelben  Blüthen.  Der  zum  Zuknüpfen  des
auf  der  Achselseite  befindlichen  Schlitzes  gehörende  Bindfaden  ist
noch  wohl  erhalten.
159.  Leinwandstück  mit  kleinen  in  Streifen  angeordneten  rothen  Gobelinornamenten: ­
  Blätter,  Herzfiguren  und  Tüpfeln.  Combinirte  Arbeit.
160.  Leinwandstück  mit  schöner  lichtblauer,  weiss  gemusterter  Gobelinborte, ­
  deren  Zickzacklinie  durch  feine  Gawwi<j-(r)-Figuren  gebildet
ist  (s.  Anm.  zu  Nr.  181  —182).
Ein  seltenes  Vorkommniss,  dass  gerade  diese  ungemein  zarten,  wenig  widerstandsfähigen ­
  Farbtöne  sich  so  tadellos  frisch  erhalten  haben.
161.  Wohl  erhaltener,  durch  seine  Form  interessanter  Halsbesatz  der  Tunica
einer  erwachsenen  Person.  Derselbe  bietet  ein  mit  Leinwand  unterlegtes ­
  schönes  Gobelinwerk  in  rother  Grundirung  und  feiner  weissgrüner ­
  Ornamentik:  Kreuzchen  und  Rosetten  reihen  sich  da  abwechselnd ­
  in  Zickzacklinien  aneinander,  zwischen  welchen  letzteren
sich  wieder  grössere  Rosetten  als  Füllungen  befinden.  Zur  Einfassung ­
  dieses  Besatzstückes  dient  eine  schmale,  dunkelfarbige  Saumborte.
162.  Ein  Aermel  dazu.
163.  Leinwandstoff  in  Combination  mit  einer  breiten  dunkelblauen,  roth
gemusterten  Gobelinborte.  Vorherrschend  ist  das  in  der  frühen  byzantinischen ­
  Gewebeornamentik  auch  sonst  vielfach  angewandte  Motiv
des  auf  ein  Rundschild  gelegten  Kreuzes.
164.  Dazu  ein  aufgetrennter,  eingesäumter  Aermel  der  mit  einer  in  gleicher
Weise  (s.  vor.  Nr.  163)  ornamentirten  Doppelborte  besetzt  ist.
,65_!y5.  Verschiedene  Spangen,  Tabulae  (Orbiculi)  und  Aermelbesätze
in  Gobelintechnik.  Sämmtliche  Stücke  sind  roth  grundirt  und  aus-
            
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