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MAK

Full text : Katalog der Theodor Graf'schen Funde in Aegypten

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Z  Figuren  en  relief;  die  letzteren  erscheinen  in  Reihen  abwechselnd
recht-  und  rückläufig,  so  dass  durch  sie  im  vertieften  Untergrund
eine  7att-(T)-Linie  gebildet  erscheint  (s.  Anm.  zu  Nr.  121—-122).
271.  Gobelin-Orbiculus  (s.  Nr.  71—72,  234—238)  auf  rothem  Wollstoff
genäht.  Derselbe  enthält  als  Mittelpunkt  einer  Kreiseinfassung  eine
von  stilisirten  vegetabilischen  Ornamenten  umgebene  Vogelgestalt.
Das  Ganze  weiss  auf  blauem  Grunde.
272.  Orbiculus  auf  Purpurstoff  aufgenäht.  Die  Darstellung,  ein  nach  rechts
gewandter  Hase,  umgeben  von  einer  My-(J.  —  M)  -  Kreislinie  (s.  Anm.
zu  Nr.  124),  lässt  den  Charakter  der  Gobelinarbeit  als  Nadelmalerei
zur  vollsten  Geltung  kommen.
273.  Prächtiger  viereckiger  angustus  clavus  (s.  Anm.  zu  Nr.  216)  in
feinster  Gobelinausfübrung,  mit  weichem  gelben  Wollstoff  als  Unterlage. ­
  Von  der  mit  einer  violetten  Kreuz-(stawracm-)Musterung
bedeckten  gelben  Grundfläche,  hebt  sich  als  Mittelstück  ein  violett
fundirtes  kleines  Quadrat  ab,  in  welchem  vier  mit  den  Spitzen
zusammengestellte,  zierlich  stilisirte  gelbe  Blattfiguren  sich  zu  einem
Rosetten-Bild  vereinigen.  Die  linke  und  rechte  Seite  des  clavus  ist
mit  einer  iita-(H)-Linie,  die  obere  und  untere  Seite  hingegen  mit
einer  Delta-(A)-Linie  eingefasst  (s.  Anm.  zu  Nr.  121  —122).  Die
Rückseite  des  Stückes  hat  sich  merkwürdig  farbenfrisch  erhalten.
274.  Untertheil  einer  uni-gestreiften  leinenen  Prachttunica.  Dieselbe  ist
nicht  wie  gewöhnlich  mit  nur  zwei  farbigen  Verticalstreifen
(s.  Nr  139  und  Anm.)  geziert,  sondern  sie  erscheint  durchwegs  mit
solchen  geschmückt,  in  der  Weise  nämlich,  dass  immer  auf  je  zwei
aufgenähte  breite  Gobelinstreifen  (mit  rothem  Fond  und  zarter
weisser  Oramentik)  eine  breite  rothe  Wollborte  mit  geometrischer
überschossener  Weissmusterung  folgt.  Eine  Borte  der  letztem  Art
bildet  auch  den  Saum  (lista).
275.  Feiner  gelblicher  Wollstoff  mit  schmaler  combinirter  Gobelinborte
(schöne  Blattmuster  und  Beränderung  durch  Jota-I-Linien)  und  schmaler
gewebter  Wollborte  als  Besäumung  (lista),  welche  auf  blauem  Grunde
lancirte  geometrische  Weissmuster  enthält.  Letztere  ist  aufgenäht.
276.  Fragment  einer  rothen,  mit  weissen  Streifen  dessinirten  Wollentunica.
Die  noch  sichtbare  aufgenähte  Gobelinspange  (s.  Nr.  124)  bietet  auf
violettem  Grunde  eine  zarte  weisse  Ornamentirung.
277.  Bruchstück  einer  Leinentunica  mit  schöner,  in  alterthümlichem
Stil  gehaltenen  Halsschlitz-Borte  und  Achsel-Orbiculus.  Die  mit  einer
schwarz-weiss  gedrehten  Schnur  besetzte  Halsborte  bietet  unter
Rundbögen  gestellt  abwechselnd  Blumen  und  Früchte,  sowie  Vogelgestalten ­
  (Hähne?)  Das  eigenthümlich  stilisirte  Dessin  des  orbiculus
enthält  auf  einem  weissen  Viereck  ein  mir  unerklärliches  Ornament.
            
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