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Full text : Foto-Ausstellung: Österreichs Bundesländer im Lichtbilde Wien Juni 1933

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werden  mQssen,  daß  eines  der  wirksamsten  Werbemittel  für  die
Erhaltung  des  Volkstums  das  Lichtbild  darstellt
In  die  Ausstellung  eingeflochten  wurden  ferner  Sportbilder
jeder  Art.  Es  spricht  dies  von  Verständnis  für  die  neue  Zeit  und
das  neue  Geschlecht  das  sich  durch  Sport  in  freier  Luft  erfrischt
und  strafft,  um  sich  die  heimatliche  Erde  zu  erobern.  Allmählich
verwächst  auch  schon  der  Sport  mit  dem  Volkstum.  Die  bildliche
Darstellung  des  Sportes  ist  wie  ebenfalls  die  Ausstellung  unter
Beweis  stellt  durch  die  Errungenschaften  der  Kameratechnik
und  der  Optik  Domäne  der  Lichtbildkunst  geworden.
Vervollständigt  wird  die  Ausstellung  durch  eine  besondere  Ansich ­
  skarten-  und  eine  historische  Schau.  Mit  Ansichtskarten, ­
  besonders  mit  Schund  aus  dem  Auslände,  ist  bisher  viel
gesündigt  worden.  Es  ist  jedoch  eine  ausgemachte  Sache,  daß
die  guten,  wahrheitsgetreuen  Ansichtskarten,  die  in  die  Welt  hinausflattern, ­
  den  Fremdenzuzug  überaus  fördern.  Abgesehen  davon
tragen  gute  Ansichtskarten  wesentlich  zur  Erhaltung  der  bodenständigen ­
  Eigenart  und  zum  Heimatschutz  bei,  denn  nicht  weniger
als  durch  Vorführung  von  Lichtbildern  in  Schulen  und  Kinos
wirken  Bildkarten  auf  die  seßhafte  Bevölkerung  selbst  erziehend
ein.  Durch  Karten  —  Voraussetzung  ist  immer  die  gute  Karte
—  die  von  Hand  zu  Hand  gehen  und  durch  Vergleiche  lernt  der
einfachste  Mann  im  Volke  unterscheiden,  was  in  seiner  Umgebung ­
  schön  und  erhaltenswert  oder  aber  abzulehnen  ist.  Künstlerische ­
  Bauten  oder  malerische  Stellen  werden  durch  solche
Karten  erst  im  eigenen  Ort  und  Land  volkstümlich  gemacht
Ebenso  wird  sicher  der  Stolz  des  Einzelnen  erweckt  wenn  er
von  seinem  Besitz  Karten  bekommt  Er  wird  dann  manches  zu
schätzen  wissen,  was  er  früher  mißachtet  hat  Den  österreichischen ­
  Berufsfotografen  kann  nur  dringend  geraten  werden,  sich
in  der  Herstellung  künstlerischer  Ansichtskarten  möglichst  zu
vervollkommen  und  sich  dadurch  einen  sehr  aussichtsvollen  Erwerbszweig ­
  zu  sichern.
In  der  historischen  Abteilung  sind  schließlich  Szenen  aus  der
Vergangenheit  und  unwiderruflich  verlorene  Kulturgüter  durch
            
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