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Full text : UNESCO - Ausstellung

iles  Lebens,  die  Philosophie  des  Wesens  und  die  Philosophie  der
Existenz  und  letztlich  die  Philosophie  des  Seins,  so  liegt  die  Erkepntnis
  des  deutschen  Philosophen  Karl  Jaspers  nahe:  „Wir  sind
auf  dem  Wege  zur  Weltphilosophie.“
Auch  die  großen  modernen  Philosophien  bestätigen,  was  der
Vergleich  der  Weltreligionen  ahnen  läßt:  wir  treten  aus  einer  Zeit
der  Analyse  in  eine  Epoche  der  schöpferischen  Zusammenschau.
Wir  stehen  vor  dem  Beginn  eines  ungeheuren  neuen  Weltbildes,
das  vielleicht  eine  Koinzidenz  von  Glauben  und  Wissenschaft  sein,
das  aber  in  jedem  Falle  das  praktische  und  geistige  Leben  der
Menschheit  von  morgen  bestimmen  wird.
Und  die  Rassenfrage?  Zweifellos,  die  Gemeinsamkeiten  der
Menschen  iiberwiegeu  ihre  Verschiedenheiten.  Eine  grundlegende,
entscheidende  Erkenntnis  moderner  Forschung.  Auch  das  Blut
aller  Menschen  ist  gleich,  besteht  doch  eine  Transfusionsmöglichkeit ­
  z.  B.  zwischen  Negern  und  Chinesen  innerhalb  der  gleichen
Blutgruppe.  Weder  gibt  es  eine  reine  noch  eine  übergeordnete
Rasse,  wie  keine  unveränderlichen  Rassenmerkmale  bestehen.  Die
Intelligenzbegabung  aller  Rassen  aber  ist  unter  den  gleichen  Umweltsbedingungen
  gleich.  Sogenannte  Rassenmischungen  haben
sich  in  überwiegendem  Maße  als  vorteilhaft  erwiesen.  Die  Rasse
selbst  ist  als  Begriff  schwer  zu  definieren  und  mehr  ein  Mythos
als  eine  präzise  wissenschaftliche  Erkenntnis.  Das  allgemein
Menschliche  überhöht  jede  etwaige  Differenz.
Die  UNESCO  vertritt  diesen  Standpunkt  mit  Entschiedenheit
und  verfolgt  die  Rassenfrage  mit  größter  Aufmerksamkeit.
UNESCO  —  die  größte  Kulturorganisation  der  Welt
Wurden  vorher  die  Ideen,  Aufgaben  und  Ziele  der  UNESCO
wie  ihre  entscheidende  Funktion  in  der  geistigen  und  kulturellen
Entwicklung  der  Menschheit  gezeigt,  so  erscheint  es  jetzt  wichtig,
die  UNESCO  selbst,  ihre  Organisation,  ihr  Programm  und  ihre
Leistungen  kennenzulernen,  ist  sie  doch  die  größte  und  einzige
Kulturorganisation  der  Welt  und  der  Geschichte.
Die  Mitgliedstaaten  der  UNESCO  sind:
Ägypten.  Afghanistan,  Argentinien,  Australien,  Belgien,  Bolivien, ­
  Brasilien,  Bundesrepublik  Deutschland,  Burma,  Ceylon,  China,
Costa  Rica,  Dänemark,  Dominikanische  Republik,  Ecuador,  El  Salvador, ­
  Frankreich,  Griechenland,  Großbritannien,  Guatemala,  Haiti.
Honduras,  Indien,  Indonesien,  Irak,  Israel,  Italien,  Japan,  Jordanien, ­
  Jugoslawien,  Kambodscha,  Kanada,  Kolumbien,  Korea,  Kuba,
Laos,  Libanon,  Liberia,  Luxemburg,  Mexiko,  Monaco,  Neuseeland,
Niederlande,  Nikaragua,  Norwegen,  Österreich,  Pakistan,  Panama,
Persien,  Peru,  Philippinen,  Polen,  Spanien,  Saudi-Arabien,  Schweden. ­
  Schweiz,  Südafrikanische  Union,  Syrien,  Thailand,  Türkei,
Uruguay,  Venezuela,  Vereinigte  Staaten,  Vietnam.
Arbeitsweise  und  Organisation  der  UNESCO:
Eine  Generalkonferenz,  gebildet  ans  den  Delegierten  der  Mitgliedstaaten ­
  der  UNESCO,  trifft  sich  jährlich  —  ab  1952  jedes

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