zweite Jahr —, um die Aktionen und das Programm der UNESCO
nach Vorschlägen des Generalsekretariates der UNESCO zu beraten.
Ein Exekutivausschuß aus 18 von der Generalkonferenz gewählten
Delegierten trifft sich jährlich zwei- his viermal und ist für die
Durchführung des von der Geueralkonferenz beschlossenen Programmes
verantwortlich.
Ein Generalsekretariat unter der Leitung eines Generaldirektors,
bestehend aus beamteten Mitarbeitern aus den Mitgliedstaaten,
führt zentral die programmatische und administrative Arbeit. Dieses
Generalsekretariat, das in engster Fühlungnahme mit den größten
internationalen, nichtstaatlichen Organisationen wie mit ständigen
Delegationen der Mitgliedstaaten in Paris steht, gliedert sich
in verschiedene Sektionen. Diese sind mit den Hauptarbeitsgebieten
der UNESCO identisch. So gibt es je eine Abteilung für Erziehung,
Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, kulturelle Tätigkeiten,
Masseninformationsmittel, technische Hilfe, Publikationen, um nur
die wichtigsten zu nennen. Obwohl selbständig, steht doch das
Internationale Theaterinstitut in engstem Kontakt mit dem Generalsekretariat,
das seinen Sitz in Paris hat.
Dieses Generalsekretariat arbeitet mit den Nationalkommissionen,
die von den Mitgliedstaaten gebildet werden, zusammen.
Diese sind die entscheidende Aktionshasis und führen das allgemeine
Programm unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände
und Bedingungen des einzelnen Landes durch. Fast alle Mitgliedstaaten
der UNESCO haben Nationalkommissionen gebildet.
Die Republik Österreich errichtete 1949 eine eigene österreichische
UNESCO-Konnnission.
Programm der UNESCO:
Auf der 5. Generalkonferenz der UNESCO in Florenz 1950
wurde ein Grundprogramm angenommen, das die wesentlichen
Richtlinien der UNESCO bestimmt. Dieses sieht vor:
in der Erziehung: Verbesserung des Erziehungsweseus durch
Erfahrungs- und Literaturaustausch, Ausweitung des Erziehungswesens,
Grunderziehung und Erwachsenenbildung, Erziehung zurückgebliebener
Kinder, Erziehung zur internationalen Verständigung;
in den Naturwissenschaften: Aushau der internationalen
Zusammenarbeit, Forschungshilfe, insbesondere Unterstützung
der Forschung über die Möglichkeiten zur Verbesserung der
menschlichen Lebensbedingungen, Unterricht und Verbreitung der
Naturwissenschaften;
in den Sozialwissenschaf teil : Unterstützung der internationalen
Zusammenarbeit, Studium der sozialen Spannungen,
Untersuchungen über internationale Zusammenarbeit;
auf dem Gebiete der Kultur: Internationale Zusammenarbeit.
Wahrung des Kulturerbes der Menschheit, Schutz der Geistesschaffenden,
Verbreitung der Kultur.
Besondere Bedeutung wird dem Austausch von Personen
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