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Diese Ausstellung wurde
erstmals während der Monate
Juni und Juli 1967 in der Galerie
Mansart der französischen
Nationalbibliothek in Paris gezeigt.
Das folgende Vorwort
hatte der Generaldirektor dieser
Bibliothek, M. Etienne Dennery,
für den Katalog der Pariser
Ausstellung verfasst.
Die französische Nationalbibliothek
besitzt in ihrer Graphischen Sammlung, deren Vorstand
M. Adhömar ist, mehr als zwei Millionen Photographien,
Diese sind älteren oder jüngeren Datums,
Aufnahmen von Amateur- oder Berufsphotographen,
die vor unseren Augen die grossen Ereignisse, die
berühmten Persönlichkeiten, die Hauptvertreter ihrer
Epoche, seit der Regierungszeit des Königs
Louis-Philippe, wieder aufleben lassen. Die Nationalbibliothek
ist übrigens die einzige Institution in
Frankreich, wo Photographien nicht nur aufbewahrt
werden: sie ist im wahrsten Sinne des Wortes ein
Lichtbild-Museum und hat in dieser Eigenschaft seit
1948 zahlreiche Ausstellungen veranstaltet. Es waren
dies verschiedene Ausstellungen in regelmässiger
Folge oder Rückschauen mit festumrissenen
Themen (z. B. über das Schaffen von Daguerre, Man
Ray oder Nadar), deren Ziel es war, aufzuzeigen,
was die menschliche Vorstellungswelt und die Malerei
seit mehr als einem Jahrhundert der Photographie
verdanken oder welche Entwicklung die Porträt-Photographie
genommen hat. Im Einverständnis mit
der Nationalbibliothek hat das Nationale Komitee für
Photographie den Beschluss gefasst, die periodisch
wiederkehrenden Ausstellungen, die sogenannten
"Salons", fallen zu lassen, die im allgemeinen den
bereits bekannten Photographen gewidmet waren.
Ein Arbeitskomitee wurde damit beauftragt, eine
Ausstellung vorzubereiten, die ein bestimmtes, im
voraus gewähltes Thema zum Gegenstand haben sollte.
Dieses Jahr war vor allem den jungen Photographen
gewidmet. In einer Gesamtschau sollte man,
zugleich mit dem augenblicklichen Stand der Phototechnik,
die hauptsächlichsten Richtlinien der neueren
französischen Photographie kennenlemen. Es
bleibt dem Publikum überlassen, ihre Tragweite zu