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MAK

Full text : Design aus Schweden

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machen  ca.  20  ®/o  des  Lohnes  eines  Industriearbeiters ­
  aus.  Der  Standard  der
technischen  Ausrüstung  einer  Wohnung
ist  verhältnismäßig  hoch.  Für  viele  besteht ­
  außerdem  nach  einem  in  Schweden
weit  entwickelten  System  die  Möglichkeit, ­
  Mietzuschüsse  zu  erhalten.  Aus  sozialen ­
  Gründen  ist  man  dazu  übergegangen, ­
  die  Wohnungszuschüsse  an  die
Familien  mit  Kindern  bezw.  andere  Bedürftige ­
  direkt  auszuzahlen,  anstatt  den
Wohnungsbau  über  die  Bauherren  zu
subventionieren.  Das  Ziel  der  staatlichen
schwedischen  Wohnungsbaupolitik  ist
es,  allen  Menschen  Wohnungen  mit
gleichhohem  Standard  zu  ermöglichen.
Familien  mit  Kindern  sind  heute  nicht
mehr  in  der  Überzahl.  In  etwa  60  ®/o
aller  Wohnungen  leben  nur  ein  oder  zwei
Personen;  die  durchschnittliche  Belegung ­
  einer  Wohnung  beträgt  heute  2,5
Personen.  Dies  ist  darauf  zurückzuführen, ­
  daß  die  Anzahl  älterer  Menschen  in

Schweden  sehr  viel  größer  ist.  Ein  Viertel ­
  aller  Wohnungen  wird  von  Rentnern ­
  und  Pensionären  beansprucht.  Auffallend ­
  ist  auch,  daß  die  Generationen
nicht  mehr  wie  früher  zusammenwohnen. ­
  Junge  Leute  versuchen,  sobald  sie
nur  können,  in  eine  eigene  Wohnung  zu
ziehen.
Heute  gibt  es  in  Schweden  kaum  noch
Wohnungsmangel  oder  beengte  Wohnverhältnisse. ­
  Die  Probleme  sind  heute
andere:
—  Wie  saniert  man  z.B.  Wohnviertel,
die  übereilt  und  wenig  durchdacht
entstanden?
—  Wie  wirkt  man  einer  Segregation  in
den  verschiedenen  Wohngebieten  entgegen? ­

—  Wie  verhält  man  sich  zu  der  Tatsache, ­
  daß  heute  über  die  Hälfte  der
Frauen  mit  Kleinkindern  einer  beruflichen ­
  Tätigkeit  nachgehen?
Zuguterletzt  noch  einige  Worte  zu

Das  Wohnen  im  Sommerhaus.

einer  anderen,  für  Schweden  typischen
Lebensweise:  das  Wohnen  im  Sommerhaus. ­
  Mehr  als  die  Hälfte  aller  schwedischen ­
  Familien  haben  eine  Zweitwohnung, ­
  nämlich  das  Sommerhaus,  in  dem
man  seine  Zuflucht  von  den  ersten  zeitigen ­
  Frühlingstagen  an,  während  der
warmen  Sommerwochen  bis  hinein  in
den  Herbst  sucht.  Es  kann  sich  hierbei
um  ein  sehr  einfaches  Holzhäuschen
handeln,  wie  man  sie  in  Schrebergärten
und  auch  sonstwo  auf  dem  Lande  antrifft, ­
  bis  zu  mehr  komfortablen  Sommerhäusern, ­
  die  allmählich  das  ganze
Jahr  über  bewohnt  werden.  Auf  diese
Weise  haben  die  für  Schweden  so  typischen ­
  roten  Holzhäuser  und  Bauernkaten, ­
  deren  ursprüngliche  Bewohner  schon
vor  langer  Zeit  in  die  Städte  zogen,
neues  Leben  durch  die  Städter  erhalten,
die  hierdurch  ihre  Verbundenheit  mit
der  Natur  und  dem  einfachen  Leben  erneuern. ­

            
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