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Wohnkultur in Schweden
Katja Waiden
In Schweden ist die 3-4 Zimmer-Wohnung
der heute am meisten vertretene
Wohnungstyp. Die Küche ist — wie
schon seit Jahrhunderten — nach wie
vor der natürliche Sammelplatz der Familie.
Die heutige moderne Einbauküche
mit Stahlaufwäsche, Geschirrspüler,
Kühl- und Gefrierschrank, mit ausreichendem
Schrankraum und Abstellflächen
ist dabei nach modernsten Erkenntnissen
eingerichtet.
Die sogenannte „Gute Stube“ ist von
dem vielseitig genutzten Wohnzimmer
abgelöst worden. Aber viele Familien —
darunter auch junge Leute — möchten
anscheinend auch heute noch ihren
Traum von einem feinen, teuren und repräsentativen
Wohnzimmer — abseits
vom Trubel des Tages — verwirklichen.
Diese Auffassung drückt sich vor allem
in der Wahl und Gestaltung der Möbel
aus: tiefe bequeme Sitzgruppen, die auf
den Fernseher hin ausgerichtet sind. In
den 70er Jahren kam noch die Stereo-Musik-Anlage
hinzu, die entscheidend
die Möblierung der Wohnzimmer beeinflußte.
Untersuchungen der Wohngewohnheiten
haben nämlich gezeigt, daß Prestigedenken
und konventionelle Vorstellungen
bei der Einrichtung des Wohnzimmers
weit mehr ausschlaggebend sind
als bei der Möblierung anderer Räume.
Nur wenige haben den Mut, ihre Wohnung
den wirklichen Bedürfnissen einer
Familie anzupassen. Anregungen entnimmt
man dabei gern beliebten Bildreportagen
der illustrierten Wochenzeitschriften,
wie ,,Zuhause bei...“ etc. oder
Vier schwedische Wohnungseinrichtungen der 70er Jahre;
Moderne Einrichtung in sparsamer Eleganz und strenger Formgebung.
Wohnung junger Leute zusammengetragen aus Alt und Neu.