VIII. a. 29 — 33. b. c. 1 — S.
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29. Leben der Heiligen, von Eusebius. Pergament-Handschrift in Fol.
aus dem 13. Jahrh., mir gezeichneten und theilweise ausgemalten Figuren.
(534.) (Stift Heiligenkreuz,)
30. Joannis de Imola über decretalium, Pergament - Handschrift des
14. Jahrh. in Fol.; die Schrift in zwei Spalten getheilt, mit Glossen und
Anmerkungen; mit farbigen Initialen und figürlichen Malereien. Italienisch.
(2678.) (Studienbibliothek in Salzburg.')
31. Missale. Pergament-Handschrift des 15. Jahrh, in Fol., mit vielen Initialen
und Randverzierungen. Der Einband von Seide mit Bronzebeschlägen.
(2681.) (Studienbibliothek in Salzburg.)
.32. Concordia caritatis (Biblia pauperum). Pergament-Handschrift von
Anfang des 15. Jahrh. in Fol., geschrieben im Kloster Lilienfeld, mit zahlreichen
Miniatur-Malereien, fünf verschiedenen Darstellungen auf jedem Blatt,
davon ein Theil völlig ausgeführt, ein Theil zur Hälfte, ein Theil blos
Federzeichnung. (2696.) (Fürst Liechtenstein'sehe Bibliothek.)
33. Bibel des alten Testamentes. Pergament-Handschrift des 12. Jahrhunderts
in gr. Folio mit vielen in Farben und Gold ausgeführten Initialen verziert.
(302.) (Admont!)
b) Besondere Initialen und Arabesken,
c) Bruckproben.
1. Ars memorativa. Die zweite Ausgabe der sogenannten „Ars memorativa“,
d. i. die Kunst, die Erzählungen der vier Evangelisten im Gedächtnisse zu
behalten, und zwar durch die bildliche Zusammensetzung der Hauptgegenstände
in den einzelnen Evangelien, also eine Art Mnemonik. Der den bildlichen
Darstellungen zur Seite stehende Text stellt sich durch die Ungleichheit
der wiederkehrenden Buchstaben als noch in Holz geschnitten dar. Das
Buch zeigt im Ganzen 15 grössere Figuren in schwärzlichem Drucke. (Sign,
Incun. 2. D. 15.) (1249.) (Hofbibliothek.)
2. Ars memorativa. Ein zweites Exemplar (siehe Nr. 1). Die Figuren
illuminirt. (Sign. Incun. 2. D. 31.) (1250.) (Hofbibliothek.)
3. G u t e n b e r g - B i b e 1. Das erste grössere, mit beweglichen Lettern
gedruckte Buch, und zwar durch den Erfinder der Buchdruckerkunst
Johannes Ge n sf lei s ch, genannt Gutenberg, im Vereine mit Johannes
Fust, die sogenannte „Gutenberg-Bibel“, deren Vollendung in die Jahre
1450 bis 1455 fällt. Ein schönes, durchaus reines Exemplar, ohne Angabe
eines Druckjahres oder Druckers. (Sign. Incun. 3. B. 14. Tom. I.) (1252.)
(Hofbibliothek.)
4. Psalterium. Das erste mit bestimmter Angabe des Druckjahres
und des Druckers erschieneae Buch, nämlich das in der Druckerei
von Fust und Schöffer zu Mainz im Jahre 1457 erschienene Psalterium. Ein
Exemplar auf Pergament gedruckt, mit reicher, in Metall geschnittener Verzierung
vieler Anfangsbuchstaben, die aber gleichfalls auf der Druckerpresse
und in verschiedenen Farben zu Stande gebracht wurden. Gutenberg’s wird
in der Schlussschrift des schönen Werkes mit keinem Worte gedacht, wohl
aber Fust’s und Schöffer’s. Die Noten über den Antiphonen, die man 1457
mit Typen zu drucken noch nicht verstand, daher handschriftlich ergänzt werden
sollten, fehlen in dem vorliegenden Exemplare. (Sign. Incun. 4. B. 1.)
(1251.) (Hofbibliothek.)
5. Leben der Heiligen. Das älteste im Besitze der k. k. Hofbibliothek
vorhandene Buch, in welchem eingedruckte Holzschnitte
neben beweglichen Lettern sich befinden. Gedruckt bei Günther
Zainer in Augsburg im Jahre 1471. (Sign. Incun. 7. C. 18.) (1256.)
(Hofbibliothek.)
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