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VIII. a. 16-22.
bibliothek. Sie zählt im Ganzen 8 grössere durch Farben, Gold und geschmackvolle
Anordnung ausgezeichnete Blätter. (Sign. 25. olim Hist. pros. 66.) (1207.)
(Hofbibliothek.)
16. Pergament-Handschrift des fünfzehnten Jahrhunderts, inKlein-Folio,
27 Blätter. Enthält ein für den Unterricht Kaiser Maximilians I. bestimmtes
Buch, mit orthographischen Regeln, allerlei Sprüchen und Gebeten,
die reich mit farbigen Bildern und Randverzierungen geschmückt sind, mit
zwei vollständigen Alfabeten und einer Reihe verschiedenen, höchst eigenthümlich
verzierten Buchstaben, mit Feder und Pinsel ausgeführt; das letzte Blatt mit
dem Wappen Stephan Hewnaers. (Sign. 2368. olim Philot. 125.) (1023 a.)
(Hofbibliothek.)
17. Missale, Pergament-Handschrift des 15. Jahrh., mit Initialen und Randornamenten
reich geschmückt. Kl.-Fol. 150 Blätter; auf dem letzten Blatte:
finitus est über iste procurante venerabili domino wolfgango Abbate in Runa.
Anno dni 1494. (298.) (Cisterzienserkloster Rein.)
18. Horarium. Pergament - Handschrift aus dem Anfänge des sechzehnten
Jahrhunderts, in Quarto 245 Blätter, ein Horarium zum Gebrauche König
JakobsIV. von Schottland, 1488 bis 1513 enthaltend; ausgezeichnet in demselben
ist eine reiche Zahl prachtvoller Miniaturen niederländischer
Künstler. Das Bildniss des Königs findet sich auf Blatt 24 4 , dessen Wappen
und Devise auf Blatt 14 6 , das Bild der Königin Margarethe, Schwester Heinrichs
VIII. von England, auf Blatt 243\ Der Reichthum und die Mannigfaltigkeit
der Randverzierungen sowohl, wie der grösseren Gemälde ist selten
zu nennen. Jedes Blatt der Handschrift ist entweder durch eine grössere
Darstellung ausgezeichnet oder wenigstens mit reichen Randverzierungen und
Initialen geschmückt. (Sign. 1897. olim theolg. 691.) (1210.)
(Hofbibliothek.)
19. Clovio. Pergament-Handschrift des sechzehnten Jahrhunderts in 8.,
25 Blätter, enthält die „Stanzen Eurialo d’Ascoli’s sorra (sic) l’impressa de
l’aquila’ in italienischer Sprache und in musterhaft nachgeahmter Druckschrift
der Zeit — von der Hand des Kalligraphen Monterchi; die Miniaturen, vier
an der Zahl, sind von Julio Clovio, dem Rafael der Miniaturmaler seiner
Zeit in Italien. Dass das vorliegende Exemplar einst Eigenthum Kaiser Karl V.
war, lehrt die Devise des zierlichen Einbandes unter der deutschen Kaiserkrone:
„Plvs vltre.“ (Sign. 2660. olim Nov. 384.) (1209.) (Hof bibliothek.)
20. Columba. Pergament-Handschrift des sechzehnten Jahrhunderts,
in Quarto 117 Blätter. Enthält einen mystischen Tractat von der Taube,
bekannt unter dem Titel: „Libellus carthusianorum Columba dictus.“ — Fünf
grössere Miniaturen und 61 kleinere zur Verzierung der Initialen weisen auf
bedeutende Künstler der italienischen Schule der ersten Decennien des sechzehnten
Jahrhunderts.— Eine reizende Initiale des 33. Blattes trägt Albrecht
Dürer’s Monogramm und die Jahreszahl 1510. (Sign. 1591. olim. Ree. 1536.)
(1208). (Hofbibliothek.)
21. Hoefnagel. Pergament - Handschrift aus dem Ende des sechzehnten
Jahrhunderts; in Quarto 108 Blätter, ein Messbuch, Perikopen, Propria
und Communia Sanctorum — enthaltend, mit kalligraphischer Meisterschaft
die Druckschrift der Zeit nachahmend. Zur besonderen Zierde gereichen aber
der Handschrift 51 Federzeichnungen Georg Iloefnagel’s von seltener
Vollendung. Eine nicht unbedeutende Anzahl ähnlicher sind nur im Entwürfe
vorhanden. (Sign. 1822. olim theolog. 949.) (1217.) (Hofbibliothek.)
22. Codex. Pergamenthandschrift des 13. Jahrh. in 4. mit vielen Miniaturen
und Initialen. Auf der Vorderseite des Einbandes die vier Evangelisten