VII. d. 15.
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7. Ein an einem Flüsschen liegendes holländisches Städtchen. Das mit
einigen Böten belebte Gewässer, an seinen Ufern Häuser und Baumgruppen,
bildet den Mittelgrund der Landschaft. In Oel auf Eisenblech.
Viereckig. H. 4", B. 4^".
XVII. Jahrhundert.
David Altenstetter.
8. Emailplatte, in Silber gravirt und mit Brillant-Email, cmail translucide,
ausgefüllt, darstellend verschiedene Ornamente im Style der
Renaissance, welche in ihren Motiven und Formen an die derartigen
Decorationen der pompejanischen Wandmalerei sich anschliesst und
im 18. Jahrhunderte in den „style de Berain“ überging. Der
obengenannte Meister, einer der berühmtesten deutschen, und zwar
Augsburger Goldschmiede und Emailleure, vornämlich durch sein
umfangreiches Prachtwerk bekannt, den „Pommerschen Schrank“ oder
„Schreibtisch“, welcher zu Anfang des 17. Jahrh. nach den Zeichnungen
des als Diplomaten wie als Künstler berühmten Augsburger
Patriziers Philipp Heinhofer, 1578 bis 16 47, von verschiedenen
Augsburger Kunst- und Gewerbmeistern ausgeführt wurde, hat auf
seiner gravirten und emaillirten Silberplatte im Wesentlichen dargestellt,
oben einen Engelskopf mit bunten, farbenschimmernden Flügeln
und einer akroterienartigen blauen Bekrönung, links und rechts zwei
Blumen- und Fruchtgehänge mit zwei Vögeln, einem Affen und einem
Eichkätzchen, unterhalb dieser Blumen- und Fruchtbouquets zwei
Gruppen von musikalischen Instrumenten, unten eine Blumenvase
mit blasenden Satyren an den Seiten, und noch tiefer auf blauen
volutenartigen Ornamenten zwei liegende Sphinxe und einen Todtenkopf,
aus welchem sich eine grüne Schlange windet. Am unteren
Rande von dem Meister eigenhändig bezeichnet: D. A. (D a v i d
Altenstetter) 1601. Viereckig. H. 3^", B. 2f".
Michael Janson Mirevelt.
9. Moritz, Prinz von Oranien, in dunkelgrünem, goldgestickten Wams
mit gleichem Schultermantel, den Cordon mit dem Medaillon des
Hosenband - Ordens um den Hals, und mit weisser Radkrause, dem
Beschauer im Dreiviertel-Profil von rechts zugewandt. In Oel auf
Holz. Oval. H. 6f", B. 5^".
10. Friedrich Heinrich, Prinz von Oranien, in dunkelgrünem, goldgestickten
Wams, mit einfach dunkelgrünem Schultermantel, den
Cordon mit dem Medaillon des Hosenband - Ordens um den Hals
und einem Ueberschlagkragen von Spitzen, dem Beschauer im Dreiviertel-Profil
von rechts zugewandt. In Oel auf Holz. Oval. II. Gl",
B. 5*".
Gerhard Terburg oder Terborch.
11. Eine junge Dame in weissem Atlasskieide mit schwarzem Schleier,
welcher von der rechten Schulter über den linken Arm herabhängt,
und schwarzem Brustbesatz mit einer Perlengarnitur, im Dreiviertel-Profil
von rechts den Beschauer anblickend. Die Miniature gehört zu
des Meisters Jugendarbeiten, wie man sie hin und wieder, besonders
in Holland, findet. Eine an zwei hundert Jahre alte Beischrift auf
der Rückseite der Tafel lautet ausdrücklich: „Gerard Terburg
van Zwoll, Hofmaler in Spanien“ u. s. w. In Oel auf Holz,'
H. 9", B. 7".
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