Schlosser zur Hilfe herbeirief, so Hess er dies scheinbar g-e-
schehen, kaum aber unbewacht, schickte er den Schlosser
wieder weg und arbeitete selbst rüstig- weiter.
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Es ereignete sich oft, dass Fremde aus der Umg-ebung-,
welche die Koritschaner Fabrik zu besichtig-en wünschten,
sich an Vater Thonet, dessen Hobelbank nahe beim Fabriks
eingange stand, wandten und nach dem Chef der Fabrik
fragten. Da sich aber Vater Thonet nicht gerne bei der
Arbeit stören Hess, sagte er gewöhnlich: Dort sind meine
Söhne! Ja, aber auch die Söhne waren in ihren Arbeits
anzügen schwer herauszufinden.«
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Nachdem die grössten Schwierigkeiten überwunden und
die unvermeidlichen Kinderkrankheiten des neuen Unter
nehmens überstanden waren, konnten, Dank der auf dem
Lande billigeren Arbeitskräfte, allmälich auch die Verkaufs
preise reducirt, beziehungsweise Concessionen in den Ver-
kaufsconditionen gewährt werden, was wieder wesentlich dazu
beitrug, dem Artikel eine grössere Verbreitung zu verschaffen.
Bei dem Umstande, als die gebogenen Sitzmöbel so
zusammengebaut sind, dass die einzelnen Theile ohne Leim
verbindung blos mittelst eiserner Schrauben montirt und
zerlegt werden können, und im demontirten Zustande in
Kisten verpackt, einen verhältnismässig sehr geringen Raum
einnehmen, konnte es nicht fehlen, dass dieselben bald zu
einem sehr beliebten Exportartikel wurden.
Für den Export nach tropischen Gegenden erwies es
sich jedoch als ein Uebelstand, dass die bisher noch theil-
weise aus mehreren Holzschienen g-ebog-enen und zusammen-
o o
geleimten Sesseltheile, in Folge Einwirkung der glühenden
Sonnenhitze und des feuchtwarmen Klimas öfters aus dem
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