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Full text: Michael Thonet - ein Gedenkblatt

Preisen eben nur aus gebogenem Holze vortheilhaft her 
steilen lassen. 
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Im Jahre 1860 beschäftigte die Fabrik Koritschan 
circa 300 Arbeiter und producirte täglich circa 200 Sessel 
und diverse Möbelstücke. Sie war trotz mehrfacher Zubauten 
zu klein geworden und konnte dem Bedarfe nicht mehr 
genügen. Als es sich nun auch herausstellte, dass die herr 
schaftlich Koritschaner und die benachbarten Waldungen 
doch nicht nachhaltig jenes Quantum Buchenholz zu liefern 
im Stande seien, welches ein gesteigerter Bedarf bean 
spruchte, da entschloss sich die Firma Gebrüder Thonet, 
anderwärts in einer holzreicheren Gegend eine zweite Fabrik 
zu bauen, obwohl die Fabrik Koritschan damals noch nicht 
ein Viertel ihrer heutigen Ausdehnung erreicht hatte. 
Die Firma Gebrüder Thonet schloss mit dem Besitzer 
der bei Holleschau (Nordbahnstation Hullein) gelegenen 
Herrschaft Bistritz am Hostein, Ernst Freiherrn von Laudon, 
einen mehrjährigen Holzlieferungsvertrag ab und baute im 
Jahre 1861 die Fabrik Bistritz. 
Michael Thonet übersiedelte im Frühjahre 1861 mit 
seinem Sohne August Thonet von Koritschan nach Bistritz, 
wo sie anfangs bis zur Fertigstellung des Fabrikswohnhauses 
im dortigen gräflich Seiler'schen Hause wohnten und den 
Bau und die Einrichtung der Bistritzer Fabrik leiteten. 
Auch hier wurde bei der Einrichtung der Fabrik ebenso 
ökonomisch vorgegangen, wie seinerzeit bei der Einrichtung 
der Koritschaner Fabrik. Alle Maschinen und Werksvorrich 
tungen wurden, soweit dies möglich war, theilweise in der 
Fabrik Koritschan, theilweise in Bistritz selbst hero-estellt 
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die Abrichtung der Arbeiterschaft war hier schon erleich 
tert, theils dadurch, dass man eine Anzahl Bistritzer Burschen
	        
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