Bei dem stetig wachsenden Bedarfe stellte es sich
jedoch alsbald heraus, dass die eigenen Ugröczer Wald
bestände nicht ausreichten, um die mährischen Fabriken
ausgiebig und nachhaltig mit Rohwaare zu versehen, und
da die beiden letzteren den gesteigerten Anforderungen
doch nicht mehr Genüge leisten konnten, so entschloss man
sich, die Gr.-Ugröczer Anlage zu einer selbstständigen
Fabrik auszugestalten, wozu auch die ziemlich günstigen
Arbeiterverhältnisse der dortigen slovakischen Bevölkeruno-
Anlass boten. Die zu jener Zeit nächstgelegene Bahnstation
Tornocz (der Staatsbahnstrecke Wien—Budapest) war zwar
13 Meilen von Ugröcz entfernt, was den Transport fertiger
Waare sehr schwierig gestaltete, doch tröstete man sich mit
der Hoffnung, dass eine projectirte Zweigbahn diesen Uebel-
stand bald beseitigen werde. 7 )
Bei der Errichtung und Inbetriebsetzung der Fabrik
Gr.-Ugröcz war der Vorgang der gleiche wie in Bistritz
und wurden zur Anlernung der Arbeitskräfte Werkführer
und Arbeiter aus den mährischen Fabriken herangezoo-en.
Der Versandt fertiger Waare begann im Jahre 1867 und
nahm die Production bei steigendem Bedarfe trotz der
namentlich in den ersten Jahren sehr beschwerlichen Abfuhr
eine rege Entwicklung.
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Durch den nun entfallenden Versandt von Ugröczer
Rohwaaren nach den mährischen Fabriken musste für die
letzteren Ersatz geschaffen werden. Um dies zu erreichen,
schloss die Firma Gebrüder Thonet mit der erzherzoglich
Albrecht’schen Güterdirection in Saybusch, Galizien, im
Mai 1867 einen Buchenholz-Lieferungsvertrag ab, nach
welchem die Klötze aut den herrschaftlich Saybuscher Säge-
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