werken zu Latten verschnitten und dort auf den von der
Firma Gebrüder Thonet zu beschaffenden und in Betrieb
zu setzenden Drechselmaschinen bearbeitet werden sollten,
um sie behufs Frachtersparnis in gedrechseltem Zustande
per Bahn nach den mährischen Fabriken zu befördern.
Wieder war es Michael Thonet selbst, der im Jahre
1867 wiederholt nach Saybusch fuhr, um dort den Lattenver
schnitt auf den Sägewerken einzurichten und die Aufstellung
und den Betiieb der von ihm selbst construirten, mittler
weile verbesserten Möbelstab-Drechselmaschinen zu leiten.
Michael 7 honet nahm während seines Saybuscher
Aufenthaltes Wohnung beim dortigen Glasermeister Johann
Szafransky und fand in der Familie des erzherzoglichen
Forstmeisters Anton Rzehak, welcher er bis zu seinem
Lebensende freundschaftliche Erinnerung bewahrte, gastliche
und liebevolle Aufnahme.
Die von den Saybuscher Sägewerken in Versandt ge
brachten Möbellatten waren die ersten, für welche überhaupt
der Bahntransport in Anwendung gebracht wurde. Bis dahin
wai dei Holzbedarl nur aus den im Umkreis der Fabriken
liegenden Waldungen gedeckt. Heute wird bereits der grösste
rheil des Buchenholzconsumes der mährischen Fabriken
durch den Bahntransport von Möbellatten aus Galizien ge
deckt. Die 1867 mit der erzherzoglichen Güterdirection
abgeschlossenen Holzlieferungsverträge wurden nach Ablauf
wiederholt und, wenn auch in anderer Form, ununterbrochen
bis heute verlängert
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Noch in demselben Jahre (1867) schloss die Firma
Gebrüder Thonet auch mit der Direction der im Besitze
der belgischen Gesellschaft »Societe civile de Wsetin« be
findlichen Herrschaft Wsetin 8 ) einen Holzlieferungsvertrag ab,
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