Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Die ägyptischen Textilfunde im K. K. Österreich. Museum

-*K  XXIV  K<-des

  Alterthums  ')  zum  Seidenstil  führte,  und  dass  diese  Entwicklung  in  der
Textilkunst  auch  auf  die  übrigen  Kunstgebiete  den  entschiedensten  Einfluss
gehabt  haben  muss.  Die  weitere  Folgerung,  dass  nicht  nur  die  sassanidische,
sondern  auch  die  sogenannte  arabische  Kunst  —  wenigstens  was  das  textile
Gebiet  anbelangt  —  in  directer  Linie  von  der  hellenistisch-spätrömischen
Antike  abzuleiten  seien,  habe  ich  an  anderer  Stelle  2 )  gezogen  und  zu  vertreten
gesucht.  Denn  das  scheint  aus  der  Betrachtung  der  ägyptischen  Funde  ganz
unzweifelhaft  hervorzugehen,  dass  dieselben  keineswegs  unmittelbar  auf
asiatische,  insbesondere  persische  Einflüsse  hinweisen,  sondern  vielmehr  eben
die  an  unseren  Funden  zu  Tage  tretenden  Elemente  der  Ornamentik  es
waren,  an  denen  der  sogenannte  arabische  Stil  in  Syrien  und  Mesopotamien
sich  entwickelte,  und  dass  der  durch  die  Ausbildung  der  Seidenkunstweberei
bedingte  textile  Stilwechsel  bereits  vor  der  Consolidirung  der  arabischen
Weltmacht  wenigstens  in  allem  Wesentlichen  angebahnt,  wo  nicht  vollzogen ­
  war.

Beim  Zustandekommen  dieses  Katalogs  wurde  die  Mithilfe  einiger  hachautoritäten ­
  in  Anspruch  genommen,  denen  hier  öffentlich  der  Dank  ausgedrückt ­
  sein  möge:  Herrn  Prof.  E.  Ludwig  und  Herrn  Dr.  W.  Suida  für
die  Untersuchung  mehrerer  Farbstoffe,  Herrn  Prof.  J.  Wiesner  für  die
Bestimmung  einer  Anzahl  von  Rohstoffen,  Herrn  Schröder,  Lehrer  an  der
Wiener  Fachschule  für  Textilindustrie,  für  die  Decomponirung  einiger  Gewebe
und  Frau  Emilie  Bach  für  die  technische  Untersuchung  einer  Stickerei.
Die  fortlaufenden  Nummern  des  Textilkataloges  finden  sich  am  Schlüsse
der  Beschreibung  eines  jeden  Stückes  beigesetzt.  Von  den  Funden  von
Sakkarah  enthält  eine  Anzahl  eine  zweite  mit  K.  signirte  Nummer,  die  sich
auf  den  Katalog  von  Prof.  Karabacek  bezieht.  Dagegen  sind  die  zweiten
Nummern  an  einer  Anzahl  von  Stücken  aus  Akhmim  aus  dem  Haupt-Inventar
der  Sammlungen  des  Oesterreichischen  Museums  herübergenommen.
Bezüglich  der  Maasse  muss  bemerkt  werden,  dass  bei  der  fragmentarischen ­
  Beschaffenheit  und  physischen  Dehnbarkeit  dieser  Textilfunde  eine
stricte  Genauigkeit  nicht  erwartet  werden  darf.  Die  angegebenen  Maasse
1)  In  Zusammenhalt  mit  den  taurischen  Funden  von  mir  eingehend  begründet  in  Bucher’s  Gesch.  d.
techn.  Künste,  III.  Bd.  Text.  K.  Alterthum.
2 )  Ebenda,  Mittelalter,  wobei  natürlich  der  Einfluss,  den  die  orientalische  Kunst  seinerzeit  auf  die
Ausgestaltung  der  hellenistischen  gehabt  hatte,  in  dieser  Spätzeit  unberücksichtigt  bleiben  muss.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.