DIE HOLZINDUSTRIE.
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Die Reihenfolge der verschiedenen Länder, welche sich an
der Ausstellung auf dem Gebiete der Möbelindustrie betheiligten,
ist hiemit ziemlich erschöpft, und sei nun der Industrie gedacht,
bei welcher gebogene Hölzer zur Anwendung gelangen.
China.
Anerkennung verdienen die in der chinesischen Abtheilung
ausgestellten Schnitzarbeiten, die mit echt chinesischer Geduld
ausgeführt waren und zum grossen Theile sehr elegant aussahen.
Zu bedauern ist nur, dass diese Schnitzerei an eine Tischler
arbeit verschwendet worden, wie sie nachlässiger und schlechter
wohl nicht leicht gedacht werden kann, und kein Beispiel der
gleichen Art dürfte bekannt sein, wo das Handwerk mit der
Kunst so wenig Hand in Hand geht.
Japan.
Die japanischen Lackmöbel sind von der Wiener Welt
ausstellung her noch im Gedächtniss und wäre darüber viel und
in eingehender Weise zu sprechen. Die Ausstellung war reich
und grossartig. Erwähnenswerth erscheint, dass Japans Lack-
möbel-Fabrication heute wieder auf jener Stufe steht, wie in
seiner Glanzperiode, vor 200 Jahren. Fortschritte sind be
merkbar in der Anwendung von Perlmutter für Imitation von
Blumen, und zwar die der Wistaria sinensis, die als äusserst
gelungen bezeichnet werden können. Es zeigt von viel Verständ-
niss, wenn gerade nur solche Blumen nachgemacht werden, deren
Farbentöne sich treffend mit Perlmutter wiedergeben lassen.
Auch Möbel nach europäischer Art — aber von sehr primitiver
Arbeit — hatte Japan exponirt. Ganz Besonderes leistete Japan in
der Anwendung von prächtig gefärbten und verzierten Strohgewe
ben für Möbelstücke; Phantasiemöbel etc., damit überzogen, sahen
reizend aus; unstreitig sind die Japaner Meister im Färben.
Brasilien
war quantitativ stark vertreten, aber die Preiswürdigkeit Hess zu
wünschen übrig; doch nehme ich Möbel aus, welche im brasiliani
schen Commissionshause exponirt waren und in Sitzmöbeln mit