DIE HOLZINDUSTRIE.
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Aehnliche Maschinen stehen auch in der Fournierschneide-
fabrik von Di Centa in Cilli. Auf einer solchen Maschine
werden auch in Astoria, Long Island bei New-York, aus Aspen-
und Weidenholz 5 Millimeter dicke Doppelfourniere für die Ver
wendung zu Wagenkasten geschnitten.
Was den Preis der auf solche Weise geschnittenen Nussbaum-
fourniere anbelangt, so stellt sich der Quadratfuss ab Fabrik bei
Abnahme grösserer Quanten auf 7-2 Cent = 1 kr. ö. W.
VIII. BILLARDS.
Ganz Vorzügliches leistet Nordamerika in Billards, wie die
auf der Ausstellung exponirten dargethan haben. Bei allen dor
tigen Billards — es werden nur Carambolbillards erzeugt —
besteht der Tisch aus 3 bis 4 Platten von Schieferstein, selten
aus Marmor und Mantinells aus Kautschuk; sie zeichnen sich
durch sehr solide Holzarbeit und einfachen Zusammenbau aus,
und ist diese Construction von solcher Einfachheit, dass das
Zusammenstellen sammt Tuchaufspannen kaum eine halbe Stunde
in Anspruch nimmt.
Die Mantinells können durch an der Aussenseite der Rahme
befindliche Sehraubenköpfe auf das genaueste gerichtet werden
und haben eine Höhe von 4 Centimeter, in Folge wessen die
Ballen an der Oberkante, die um 1 Centimeter gegen die Unter
kante vorsteht, anschlagen. Die Ballen, für welche 6 Centimeter
Durchmesser als Norm gilt, sind, wie die überall gebräuchlichen,
aus Elfenbein; auch wurden Versuche mit Ballen aus Kautschuk-
Composition gemacht, aber mit wenig Erfolg, indem solche Ballen
zu leicht sind und auch nicht diejenige Elasticität besitzen, wie die
aus Elfenbein. Die Queus sind, entgegen den unserigen, die aus
verschiedenen Holzgattungen zusammengesetzt sind, aus einem
geradwüchsigen Stück Esche oder Ahorn ausgearbeitet. Zum
Aufleimen das Leders auf die Queuspitze bedient man sich einer
kleinen Handmaschine, deren Hauptfunction in dem Aufpressen
des Leders auf die Queuspitze besteht.
Die Firma H. W. Callenda in New-York hat die Form
der oben beschriebenen Mantinells zuerst eingeführt, auch ist die