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HOLZBEARBEITUNGS-MASCHINEN.
SCHWEIF- ODER ALTERNATIVSÄGEN.
Die sehr vielen und mannigfachen Constructionen dieser
Maschinen, welche bei der Ausstellung vertreten waren, sowie
sämmtliche auf denselben ausgeführten Arbeiten, gaben recht deut
lich den Beweis, dass die Alternativsäge in Amerika mehr als
bei uns in Anwendung stehe.
Man findet (Parlor, Lady, Workman, Scroll-Saws)
Salon-, Damen-, Arbeiter- u. dgl. Laubsägen, welche zur Her
stellung der niedlichsten durchbrochenen Arbeiten sowohl von
Laien als auch von Handwerkern verwendet werden.
Für gewöhnliche Gegenstände, z. B. Bilderrahmen, Wand
körbe, Visitkartenschalen, Schreibzeugpostamente u. dgl., können
gedruckte Zeichnungen in Papierhandlungen nach verschieden
artigen Mustern gekauft, auf das auszuschneidende Holz ge
spannt und nach demselben die Arbeiten ausgeführt werden.
Einige Firmen, wie z. B.: H. L. Beach, Montrose, Pennsyl
vania, W. F. & John Barnes, Rockford, Illinois, Trump Bro
thers, Wilmington, Delaware, die sehr schöne Laubsägen mit
Fussbetrieb ausstellten, befassen sich hauptsächlich mit der
Fabrication dieser Maschine.
In Amerika wird bei der grösseren Gattung der Decoupir-
sägemaschine am häufigsten die Spiralfeder zum Spannen des
Sägeblattes angewendet, während bei uns die lange flach
gestreckte Lamellenfeder für diesen Zweck mehr benützt wird.
Das Streben, bei der Decoupirsäge eine gleichmässige An
spannung des Sägeblattes in jeder Stellung, ob nach auf- oder
abwärts gehend, zu erzielen, und dadurch das Stossen und öftere
Reissen des Blattes zu vermeiden, wird in der mannigfachsten
Weise zu erreichen gesucht.
Bei keiner der ausgestellten Schweifsägemaschinen konnte
man jedoch diese Eigenschaft als vollkommen erreicht vor
finden.
Sämmtliche ausgestellten grossen Schweifsägemaschinen hat
ten die obere Einspannvorrichtung sammt den Spannfedern aut
einem Schlitten separat montirt, und für längere oder kürzere
Sägeblätter, oder für variable Spannungen zum Höher- oder
Niedrigerstellen eingerichtet.