HOLZBEARBEITUNGS-MASCHINEN.
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Die ausgestellten Fraismaschinen-Constructionen, welche
bei uns im Allgemeinen gut gekannt sind, übtrgehend, bleiben
nur drei beacbtenswertbe Exemplare dieser Maschinengattung
zu erwähnen.
Es sind dies die von der Battle Greek Machinery Co.
in Battle Greek, Michigan, ausgestellte Frais- und Zinkenschneid-
Maschine nach dem Systeme Boult, die von First & Pryibil,
New-York, ausgestellte Gravir-Fraismasehine und die von J. A.
Fay & Co. ausgestellte einfache Schablonen-Fraismaschine.
Die Boult’sche Fraismaschine kann sowohl zur Anfertigung
von Gravirungen in massiven Holztheilen, wie solche anstatt
eingelegter Füllungen Anwendung finden, als auch zur Aus
führung durchbrochener Holzverzierungsarbeiten oder zum Zin
kenschneiden verwendet werden.
Der Hauptunterschied der Boult’schen von der gewöhn
lichen Fraismaschine besteht in der Art der Benützung von
Holzschablonen, nach welcher man die Fraisarbeiten anfertigt.
Die Maschine hat eine gusseiserne Tischplatte, die auf zwei
das Gestelle bildende Seitentheile aufgeschraubt ist. Der Frais
messerkopf ist an einer unter der Tischplatte gelagerten Ver-
ticalspindel befestigt, und kann in das zu fraisende Holzstück
durch die ober dem Messerköpfe in der Tischplatte zu diesem
Behufe angebrachte runde Oeffnung eindringen.
Die Verticalspindel wird von einem am Fussboden neben
der Maschine befestigten Vorgelege durch Riemen getrieben und
lässt sich mittelst Tritthebel höher oder niedriger stellen, wodurch
ein tieferes oder seichteres Eindringen der Fraise erzielt wird.
Das Mass, wie tief die Fraise in das Holz eingreifen soll,
wird durch eine leicht regulirbare Schraube, welche den Weg
des Tritthebels mehr oder weniger beschränkt, vor Beginn der
Arbeit vorgerichtet.
Oberhalb der Fraise ist an einem an der Tischplatte be
festigten Arme eine mittelst Schraube vertical verstellbare Druck
platte angebracht, in deren Centrum sich ein runder dünner
Zapfen befindet, der genau oberhalb dem Centrum der Fraise
zu stehen kommt.
Dieser Zapfen dient als Führung für die an der Rückseite
des zu fraisenden Holzstückes mit zwei dünnen Stiften befestigte