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Full text: Die Holzindustrie mit besonderer Rücksicht auf die Anwendung gebogener Hölzer

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HOLZBEARBEITUNGS-MASCHINEN. 
um welches der Tisch gehoben oder gesenkt werden , oder wie 
tiet die braise in das Werkstück eindringen soll, wird vor Be- 
ginn der Arbeit durch das in der Figur sichtbare Griffrad fixirt. 
Die in Fig. 40 dargestellte Gravir-Fraismaschine von First 
& Pryibil dient zur Vervielfältigung von Ornamenten und Figuren 
in Holz in verschiedenartigem Massstabe und arbeitet nach 
einer vorgelegten sorgfältig ausgeführten gusseisernen Modell 
schablone mit einem dünnen Frais-Bohrer, welcher die horrende 
Geschwindigkeit von 10.000 Touren per Minute machen soll. 
An dem Vorderende des Hebels H ist der Fraisbohrer 
angebracht. Das entgegengesetzte Ende desselben ist am Ge 
stelle G universalgelenkartig befestigt, so dass man den Hebel 
mittelst des vorn angebrachten Griffes nach jeder Richtung hin 
bewegen kann. Damit der Hebel ausbalancirt sei, wird der 
selbe an einem Kautschukriemen K angehängt, oder mittelst 
Lederriemen und Gegengewicht stets nach aufwärts gezogen. 
In dem im Hebel angebrachten Schlitze a b ist, nebst dem Frais 
bohrer, der Form- oder Führungsstift x befestigt. 
An zwei Supporten A und B sind Einspannrahmen C und B 
so angebracht, dass denselben jede erforderliche Lage gegeben 
werden kann. 
In dem Masse und in derselben Richtung, in welchen man 
das im Rahmen C befestigte Werkstück bewegt, wird auch die 
im RahmenD befindliche Modellschablone durch das, beide Rahmen 
verbindende parallelogrammartige Gelenksgestänge mitbewegt. 
Ueberdies können die Supporte durch eine, mit dem Kurbel 
rädchen B gedrehte Schraubenspindel vor- und zurückgeschoben 
werden. 
Der Führungsstift x bleibt, insolange ein Arbeitsstück nicht 
ganz beendet ist, festgestellt, und wird von einer Spiralfeder 
stets nach abwärts gedrückt, damit die Seitenbewegungen des 
Hebels duich die Unebenheiten im Modelle nicht behindert 
werden. 
Ein Ansatz bei d begrenzt den Weg oder die Entfernung, 
bis auf welche der Hebel H zur Modellschablone genähert werden 
kann, wodurch die Tiefe, bis auf welche der Fraisbohrer in das 
Holz eindringen darf, ebenfalls begrenzt ist. Vermittelst des am 
Hebel vorne angebrachten Handgriffes, wird der Copirstift über
	        
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