Das Bedürfnis, mit Hilfsmaschinen zu arbeiten, ist in
Amerika durch die geringe Zahl der zu Gebote stehenden Men
schenkräfte bedeutend fühlbarer, als in unserer Heimat.
Dieser Mangel an Arbeitskräften tritt hei der Bearbeitung
des Holzes in einem noch erhöhteren Masse ein, weil die Ver
wendung desselben zu Bauzwecken eine grössere und vielseitigere
als bei uns ist.
Die Weltausstellung zu Philadelphia hat eine überaus grosse
Auswahl von Maschinen für die Zurichtung und Bearbeitung des
Holzes vorgeführt, deren Mehrzahl in der soliden Ausführung
und sinnreichen Construction der Details die Aufmerksamkeit
eines jeden Fachmannes verdiente.
Als erster und allgemeiner Vorzug der amerikanischen
Holzbearbeitungs-Maschinen ist die Art des Antriebes derselben
zu betrachten.
Bei uns wird diese Hilfsmaschinengattung allgemein dadurch
in Bewegung gesetzt, dass man den Treibriemen von der losen,
sogenannten Leerscheibe, auf die festgekeilte treibende Riemen
rolle überschiebt.
In Amerika erfolgt die Ingangsetzung der neueren Holz
werkzeugmaschine zumeist durch Anlegung einer Zwischenrolle,
welche den die Maschine unmittelbar treibenden Riemen anspannt.
Durch diese Anordnung wird eine leichtere und sichere
Handhabung des Antriebes oder des Abstellens, sowie auch eine
grosse Oekonomie in der Erhaltung der Riemen erzielt.
Der ruhige Gang der amerikanischen Holzbearbeitungs-
Maschine wird meistens dadurch erreicht, dass sämmtliche ro-
tirende Bestandtheile vorzüglich balancirt, die Riemenscheiben
innen und aussen abgedreht werden.
Diese, wenn auch anscheinend geringfügigen Details, sind
für die mit grosser Geschwindigkeit arbeitende Holzbearbeitungs-
Bericht über die Ausstellung zu Philadelphia. VI. 1