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Die Spinnereimafchinen. »
einer vor der Hauptwelle gelegenen Hilfswelle mit Kurbel und Lenkftange her-
vorgerufen wird. *)
An der von demfelben Ausfteller aufgeftellten Schwingmafchine
bemerkten wir, dafs die Schwingmeifer nicht feft an den Armfternen, fondern mit
Zwifchenftücken von federnden Stahlblättern feftgefchraubt find. —
Die von S. Lawson and Sons in Leeds (England) zum Erweichen und
Zertheilen von Jute gebaute Brechmafchine (softing machine) hat 6 Paar in
einem grofsen Viertelkreife vertheilte Riffelwalzen mit Pilgerfchritt-Bewegung. Die
unteren Riffelwalzen ftehen mittelft kleiner Getriebe im Eingriff' mit einem innen
verzahnten grofsen Treibrad, welches im tiefften Punkte durch ein Rädchen von
der Hauptwelle aus die Vorwärtsdrehung empfängt. Diefes Rädchen ift nun in
einer um die Treibrad-Achfe pendelnden Schwinge gelagert, ruft daher in Folge
deffen eine abgefetzt vor- und rückdrehende Bewegung des Treibrades, beziehungs
weife der Riffelwalzen hervor. —
Die von Gebrüder Mure in Turin (Italien) ausgeftellte Brechmafchine
befand fich in der weftlichen Agriculturhalle. Bei diefer Mafchine find vier Brech
walzen in gleichen Abftänden in einem grofsen Rade eingelegt, welches durch eine
Riemenfeheibe diredt in Umdrehung gefetzt wird und hiebei die Brechwalzen der
Reihe nach über concentrifch mit dem Rade angeordnete, cannelirte Platten führt.
Die Brechplatten, über welche der zu bearbeitende Flachs etc. gelegt wird,
dehnen fich ungefähr auf V« des Radumfanges aus; fie find, um die Wirkung zu
mildern, rechts und links auf Stahlfedern und-fpannbaren Riemen gebettet. —
Andere Brechmafchinen ftanden in der örtlichen landwirthfchaftlichen
Mafchinenhalle.
Zunächft fahen wir an der von F. W. Warne ck in Oels (Preufsisch-Schle-
fien) ausgeftellten öreihigen Walzen-Brechmafchine ftatt Zahnradbewe
gung Kurbelbetrieb. Die Kurbeln an der einen Seite jeder der unteren Riffel
walzen erhalten gemeinfchaftlich durch ein Excenter an der unterhalb der Walzen
gelagerten Hauptwelle und durch einen dreieckförmigen Verbindungsrahmen ihre
drehende Bewegung.
Eine zweite Handmafchine desfelben Ausftellers war mit Pilgerfchritt-
Bewegung ausgeftattet. Diefelbe hat zwei Paar in gröfserem Abftand gelagerte
Brechwalzen, welche durch ein Stirnräderpaar (ein Zahnrad an der unteren
Einzugswalze und ein Zahnrad an der oberen Abzugswalze) gekuppelt find
und von der Schwungradwelle durch Keilräder eine abgefetzt hin- und her
drehende Bewegung erhalten.
Das Treibrad auf der Hauptwelle befteht aus zwei Sedloren von verfchiedener
Länge. Das kürzere Stück greift in das Keilrad an der Achfe der unteren Ein
zugswalze und ertheilt diefem eine gewiffe Rückdrehung, welche zu Folge der
Stirnrad-Kuppelung auch von dem anderen Walzenpaare mitgemacht wird.
Kommt hierauf der längere Sedor an der Hauptwelle mit dem Keilrad an
der oberen Achfe der den Flachs abgebenden Brechwalzen zum Eingriff, fo
findet die umgekehrte gröfsere Drehung der beiden Brechwalzen-Paare ftatt
u. f. w., welches Spiel fich bei continuirlicher Drehung des Schwungrades ununter
brochen wiederholt. —
Wohl die einfachfte und zweckmäfsigfte ift die K a fe 1 o v s k y’fche Brech
mafchine, welche W. Hallerberg in Oberlübbe bei Minden ausgeftellt hatte.
Hier erfolgt bekanntlich das Brechen des Flachfes mittelft rafch auf- und
niederfteigender ftumpfer Meffer, welche abwechfelnd in die Zwifchenräume einer
fich drehenden Meffertrommel eingefchoben werden. Ein Paar cannelirter Cylinder
führen den Flachs der Meffertrommel zu. Der Betrieb geht direkt von der Haupt
welle mittelft kurzer Kurbeln auf den Mefferkaften, welcher durch je eine Stange
*) Eine gleiche Brechmafchine war in der belgifchen Abtheilung von P. Lagae-
dombet aus Kortryk ausgeftellt, aber nach der Erklärung des Herrn Dr. Collyer von diefem
herriihrend.