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Full text : Baumwolle und Baumwoll-Waaren (Gruppe V, Section 2)

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Dr.  Alexander  Peez.

Gruppen  an  der  gefammten  Spindelzahl  des  Reiches,  ferner  über  die  Motoren  und
den  verbrauchten  Rohftoff,  liegen  folgende  Daten  vor:  *)

Handelskammer-Bezirk


W
u  ts
v  t,
^  c
o
X-  g  '
cS  I
N

Spindeln

Zahl  pCt

Motoren

Wien
Linz
Prag
Reichenberg  .  .
Eger  -
Budweis  ....
Zufammen  für
Böhmen  .
Graz
Laibach  .  .  .  .
Innsbruck  .  .  .  .
Bozen
Zufammen  f.  Tirol
Feldkirch  .  .  .
Görz
Im  Ganzen  .

31
7|

62

430.204  28.  J
81.872!  5-4

30

Pferdekräfte ­


Zahl  pCt.  Zahl

Verbrauch
an  roher
Baumwolle

pCt.j  Zollctr.  pCt.

77-776|  5’i|
492.650
112.973  7'J
21.880  /'4
7°5* 2 79|  4t 6 'ii
25.928!  /"  7I
10.400  0 7 1
71.626  <f- 7 \
10.000  0 - 7
EiäsnrJ'
i7i.8i8|  //■.
I9.428  7’ a
1,526.555  roo  117I

36

56

3-536
796
677
5376
992
140

2 3'8
f 5 ,
33'61

7-185
260
160

810
120

93°

r 5,
4
102,

7  1-852
■  1  33f
99  i5-°99

t.030

4'4

53-3°3

1.265
7-657
1.887
443

5‘  4
33'0
*\
r*

72.714
347-7 2 7
97- I 34
13.486

11.252
410
350

48',
r's

531.061
29.019
10.040

878"
170
1.048
1.858
410

•7  *8
O'l
4'5
*0
*8

44.132
7.448

51-580
103.547
26.463

23.226

700

1,157.7x2

■J9V
fl
6- 3
3°  n

4SI]

Befondere  Beachtung  fand  auf  der  Wiener  Ausheilung  die  C  o  11  e  c  t  i  v  -
ausftellung  der  niederöfterreichifchen  B  au  m  w  o  11  -  S  p  i  n  n  e  r,  von
welcher  fich  nur  wenige  Induftrielle  ferngehalten  hatten.  Ueberfichtlichkeit,
gefchmackvolles  Arrangement  und  flrenge  Fefthaltung  des  Grundfatzes,  „nur  die
wirklich  und  regelmäfsig  producirte  Waare  auszuftellen“,  zeichneten  diefe  Ausftellung ­
  aus,  welche  überdiefs  durch  Karten,  Proben  des  Rohftoffes  und  des  Produktes ­
  in  den  verfchiedenen  Stadien  feiner  Verarbeitung  etc.  wirkfam  unterftutzt
ward  Eine  Specialität  bilden  noch  die  Strickgarne  von  Pottendorf  in  Niederöfterreich ­
  Letzteres  Etabliffement  hatte  Garne  (auf  Hübner’fchen  Mafchmen
gekämmt)  bis  Nr.  60  ausgeftellt.  Ganahl  in  Feldkirch  (Vorarlberg)  brachte
Garne  bis  Nr.  40,  aus  oftindifcher  Baumwolle  erfponnen;  ferner  Grullmayer
(Oberöfterreich)  Garne  bis  Nr.  100,  Tannwald  (Böhmen)  Garne  bis  Nr.  100
und  Johann  Li  e  bi  eg  &  Comp.  (Böhmen)  Zwirne  von  Nr.  120  zur  Ausftellung.
Die  zahlreichen  Gebirge  Oefterreichs,  fowohl  die  Alpen  und  Karpathen,
wie  namentlich  das  Erzgebirge,  Riefengebirge  und  die  Sudeten,  find  der  Sitz  von
Weberbevölkerungen,  welche,  urfprünglich  mit  Leinenweberei  befchaftigt,  dann
meift  zur  Baufnwoll-Weberei  übergingen  und  jetzt  theilweife  in  gefchloffenen
Fabriken  mit  Mafchinenkraft  arbeiten,  theilweife  aber  auch  noch  immer  bei  dei
Handweberei  verblieben  find,  die  fie  neben  kleinem  Feldbau  betreiben.
Seit  dem  Jahre  1867  hat  fich  die  Lage  diefer  Weberbevölkerungen  nicht
unbeträchtlich  gebeffert.  Die  ftarke  Nachfrage  nach  Arbeit,  eine  Folge  des  regen
Unternehmungsgeiftes,  gewährte  mindeftens  den  phyfifch  kräftigen  Arbeitern  eine
lohnendere  Befchäftigung  aufserhalb  ihrer  engen  Heimat,  wodurch  das  entfetzliche
Herunterbieten  verhütet  wurde,  das  bei  unbeweglichen,  auf  einen  einzigen

*)  Nach  Mittheilungen  derlnduftriellen,  zufammengeftellt  von  Director  J.  P  e  c  h  a  r  und
Dr.  A.  P  e  e  z.
            
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