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Full text: Heereswesen (Gruppe XVI): Heeresbekleidungs- und Ausrüstungswesen (Gruppe XVI, Section 1, a), officieller Ausstellungs-Bericht

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Alexander Poppovic. 
Die Circulation der Hitze, beziehungsweife Verftärkung und Dämpfung, 
wird mit zwei Klappen von aufsen leicht handlich geregelt. 
Statt der gewöhnlichen Herde find in der unteren und oberen Etage an 
der Wand Geleife angebracht, auf welchen die mit Brot belegten, mit kleinen 
Rädern verfehenen Hürden aus Eifendraht Gewebe (3 bis 4) in den Ofen hinein 
gerollt werden. 
Ift der Ofen mit Brot belegt, fo werden die herabgelaffenen erlernen 
Thüren gefchloffen. • . . 
Wenn das Brot gebacken ift, werden die Hürden mit dem Brote, jedoch 
von der entgegengefetzten Seite, welche der anderen ganz gleich conftruirt ift. 
herausgerollt und das Brot abgeräumt; darauf kann der Ofen wieder mit frifchem 
Teige befchickt werden. 
Der Ofen ift mit einem Pyrometer und einem eingemauerten Keffel zum 
Wärmen des nöthigen Waffers verfehen. 
Ohne praktifchen Verfuch kann füglich ein Urtheil nicht leicht geäufsert 
werden, es hat jedoch die Militärverwaltung mit etagirten Oefen keine günftigen 
Refultate erzielt, daher von vorneher wohl ein Vertrauen dem vorbefchriebenen 
Modelle nicht entgegengebracht werden kann. Von diefen Oefen foll einer in 
Florenz und einer in Malta im Gebrauche fein. 
Der H ei fswaffer-Feld-Backofen des Herrn Joh. Haag 
in Augsburg. Der Ofen ift zweitheilig feft an dem Wagengeftelle angemacht. 
Die Beheizung gefchieht nach dem Principe wie beim Wieghorft’fchen 
Ofen durch 38 Röhren,'welche zum Theile mit Waffer gefüllt find und mit einem 
Ende in den Feuerraum, welcher in der Mitte des Wagens fielt befindet, 
hineinragen. , , 
Derfelbe foll nach der Befchreibung in einer Stunde 4» Brotlaibe a 4 Ptund 
backen. Zur näheren Beurtheilung der Zweckmäfsigkeit diefes Ofens müfsten Back 
proben vorgenommen werden; foll aber die Intention beftehen, die Bereitung des 
Brotes auch während der Bewegung zu bewirken, fo dürfte die Conftrmftion als 
verfehlt angefehen werden, weil die Teigbereitung an Bedingungen geknüpft 
ift die nur während des Stillftandes erfüllbar find. 
Da ferner zu jedem folchen Ofen noch ein Wagen für die Fortbringung 
der Bäckereigeräthfchaften nothwendig ift, fo würden diefe Art Oefen den Train 
vergröfsern und für die in der öfterreichifchen Armee eingeführten Feld-Backofen 
zu 4 Stück fammt allem Bäckereigeräthe und Zelten doch nur zwei Wagen er 
forderlich find. 
Darrap parat. Bei der Fabrication der Nahrungsmittel-Conferven 
werden für trockene Conferven Darröfen, wie diefs beim Militär-Verpflegsmagazine 
in Wien der Fall ift, benöthigt. 
Aus diefern Anlafse wird der „Neuverb effer t e , continuirlich 
arbeitende, mechanifche Darrapparat für Malz, Getreide, 
Hopfen, Obft etc. Syftem: Jofef Geeilten, New-York“, in den gegen 
wärtigen Bericht aufgenommen mit dem Beifügen, dafs, und namentlich bezüglich 
der Darrhorden, eine Adaptirung des Apparates für die fpecieflen Zwecke noth 
wendig wäre'. . , , 
Die Vortheile, welche dem Apparate beigelegt werden, lind folgende: 
Der Apparat arbeitet ganz rationell, infoferne er das Darrgut ganz allmälig 
einer fteigenden Temperatur zuführt. 
Der Flächenraum, welchen derfelbe einnimmt, beträgt nur circa bj- der 
früher üblichen Darren, oder %„ des Flächenraumes, welchen Doppeldarren 
beanfpruchen. . 
Das Wenden wird von dem Apparate vollftändig und in einer kräftigen 
Weife bewirkt, fo dafs die Entftehung eines verfchiedenfarbigen Producles gar 
nicht Vorkommen kann.
	        
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