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Full text: Heereswesen (Gruppe XVI): Heeresbekleidungs- und Ausrüstungswesen (Gruppe XVI, Section 1, a), officieller Ausstellungs-Bericht

Das Heeres-Verpflegswefen. 
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Doch was nicht für die ganze Armee, das könnte vielleicht theilweife, das 
ifl, bei den mobilen Feldfpitälern und bei dem grofsen Train zuläffig fein. 
Die Feldfpitäler flehen immer fchon in einer folchen Entfernung vom 
Kampfplatze, dafs eine theilweife Vermehrung des Trofles für die Bewegung der 
Armee ein bedeutendes Erfchwernifs nicht bilden dürfte. 
Anbelangend die Verwendung der transportablen Küchen bei dem grofsen 
Train dürften als Beweggründe angeführt werden können, dafs diefer Train immer 
einige Meilen hinter der Gefechtslinie fleht, daher die Bewegung der Armee nicht 
fo fehr wie die Proviantcolonne und der Bagagetrain behindern würde, dafs die Ver 
mehrung der Wagen durch die eingefchobenen Küchen keine fo grofse wäre, dafs 
hiedurch die Colonne (wenn nämlich gedachter Train in die Marfchcolonne ein- 
getheilt wird) wefentlich verlängert werden würde; dafs fchliefslich der Train- 
foldat in der Bewegung, vom Aufbruch bis zum neuen Bezug des Parks in der 
Regel noch mehr Stunden auf dem Marfche zubringt, als die Truppe, und dafs 
derfelbe, aufser für eigene Perfon, auch noch für die Pflege der Pferde und 
Inflandhaltung des Gefährtes und Gefchirres vollauf befchäftigt ifl, und zum 
Kochen mindeflens ebenfo wenig wie der Mann in der vorderen Linie disponirt 
fein kann. 
Eine fahrbare Küche war auch vom Herrn Macke an & Comp, 
ausgeflellt. 
Diefe ifl ganz anders conflruirt. 
Das Abkochen foll während des Fahrens in zwei zwifchen den Vorder- 
und Hinterrädern angebrachten grofsen Keffeln durch Dampf gefchehen. 
Die beiden Keffel dürften höchflens für 400 Mann Speife auf einmal 
liefern können. 
Für alle Fälle bedarf diefe Küche, fowohl in Bezug auf das Wagengeflell 
als auf die Heizvorrichtung einer Vervollfländigung, beziehungsweife Ver 
helfe rung. 
Im Uebrigen fprechen gegen diefe Küche diefelben Umftände wie bei der 
v o r b e fp r o ch e n e n. 
Quetfchmafchine. Vor einiger Zeit brachte ein militärifches Fach 
blatt eine Befchreibung, wornach aus Weizen oder Roggen ohne vorhergegangene 
Vermahlung Brot erzeugt werden kann, auch irgendwo fchon erzeugt worden 
fein foll, indem nämlich der Kern in einer Bottich geweicht, fodann zu Brei 
gequetfcht, mit Beimengung von Ferment zu Teig gemacht und fchliefslich 
gebacken wird. 
Die im Kleinen angeflellten Verfuche haben auch conflatirt, dafs in diefer 
Weife ein noch genufsbares Brot erzeugt werden kann, die gemachten Proben 
liefsen aber fchon defshalb noch viel zu wünfchen übrig, weil eine entfprechende 
Quetfchmafchine fehlte und das Brot vollkommen einem Erzeugniffe aus Schrott 
gleich fah. 
In Verbindung damit wird auf die Quetfchmafchinen, welche in der Aus- 
flellung zur Chocoladefabrication, beziehungsweife zum Quetfchen desCacao, ver 
wendet wurden, aufmerkfam gemacht, da diefe Mafchine derart zu adaptiren fein 
dürfte, dafs fle möglicher Weife gleich Cacao auch das geweichte Korn zum voll- 
fländigen Brei zu quetfchen fähig fein könnte, womit ein Schritt weiter zu Gunften 
der Erzeugung des Brotes ohne Vermahlung des Korns gemacht werden würde. 
Magazin sgeräthe. Getreide-Putzmafchinen. Dadurch, dafs 
die Militärverwaltung keine befonderen Qualitäten für die Lieferungen fleh bedingt, 
fondern nach dem kaufmännifchen Ufus gefunde marktgängige Waare und nur 
in mittlerer Güte beifchafft, find die Verpflegsmagazine häufig in die Lage gefetzt, 
die Brotfrucht vor der Abgabe in die Mühle und den Hafer vor der Ausgabe an 
die Truppen putzen (reutern) zu müffen.
	        
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