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Full text : Der Unterricht in der Geschichte (Theilbericht der Gruppe XXVI), officieller Ausstellungs-Bericht

DER
UNTERRICHT  in  der  GESCHICHTE.

(Theilbericht  der  Gruppe  XXVI.)

Bericht  von
D R  E  Manuel  Hanna  k,
Privatdocent  an  der  Univerfität  in  Wien  und  DireClor  des  Landes-Profeminars
in  Wiener-Neußadt.

Die  Art  und  Weife,  wie  eine  Weltausftellung  überhaupt  zu  Stande  kommt,
und  namentlich  die  kurze  Frift,  welche  zwifchen  der  Verkündigung  und  der
Eröffnung  der  gegenwärtigen  Ausfüllung  lag,  brachte  es  mit  fich,  dafs  hauptfächlich
  in  der  reichhaltigen  XXVI.  Gruppe  das  Meide  dem  Zufall  überlaffen  wurde
und  defshalb  der  Beobachter  feiten  einen  richtigen  Eindruck  von  dem  Stande
des  Unterrichtes  in  jedem  der  ausftellenden  Staaten  erhielt.  Noch  viel  fchwierRer
ift  es,  den  Stand  des  Unterrichtes  in  einer  beftimmten  Disciplin  nach  den  in
der  Ausftellung  vorhanden  gewefenen  Materialien  zu  beurtheilen.  Mancherlei  fchwer
-zu  bewältigende  Hinderniffe  flellten  fich  dem  Berichterflatter  entgegen.  Defshalb
ifl  es  wohl  gerechtfertigt,die  wichtigflen  derfelben  hervorzuheben,  um  eine  gerechte
Würdigung  des  Berichtes  zu  ermöglichen.
Das  bedeutendfle  Iiindernifs  liegt  in  der  Ungleichmäfsigkeit  in  der
Ausftellung  der  Unterrichtsmittel  der  einzelnen  Staaten.
Vom  Orient  abgefehen,  hatten  fich  viele  Staaten,  wie  z.  B.  England  und
Rufsland  (mit  Ausfchlufs  von  Finnland)  in  diefer  Gruppe  faft  gar  nicht  betheiligt.
Andere,  wie  die  S  c  h  w  e  i  z  und  Portugal  haben  blofs  das  Volksfeind-Wefen
berückfichtigt,  die  Niederlande  gaben  uns  eine  treffliche  Ueberficht  der
•Organifation  ihrer  Volks-  und  Mittelfchulen,  aber  einen  blofs  kärglichen  Einblick
in  ihre  Unterrichtsmittel.
Wenn  auf  der  einen  Seite  der  Mangel,  fo  bot  auf  der  anderen  Seite
die  Ueberfülle  grofse  Schwierigkeiten  der  Berichterftattung.  Diefs  gilt  namentlich ­
  von  dem  deutfehen  Unterrichtswefen,  wo  Regierungen,  Verleger,  Dilettanten, ­
  Buch-,  Kunft-  und  felbft  Spielwaaren  Händler  wetteiferten  um  ein  würdiges
Bild  von  dem  hochftehenden  Unterrichts-  und  Bildungswefen  ihres  Vaterlandes  zu
entwerfen.  Auch  in  Oefterreich  und  Frankreich  erfchwerte  die  grofse  Maffe  des
iiufgefpeicherten  Materiales  das  Amt  eines  Berichterftatters.

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