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Full text : Chirurgische Instrumente (Gruppe XIV, Section 4), officieller Ausstellungs-Bericht

Die  Apparate  für  Elektrotherapie.

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in  den  erften  Elementen  ein  Fehler  ift,  und  dafs  man  mit  der  gröfsten  Leichtigkeit ­
  conftatiren  kann,  in  welchem  Elemente  der  Fehler  fleckt.  Die  Elemente
felbft  enthalten  keine  Flüffigkeit,  indem  die  Feuchtigkeit  der  Luft  hinreicht,  die
Rolle  der  Flüffigkeiten  in  den  Elementen  zu  fpielen;  fie  haben  ferner  nur  ein
Salz.  Chlorfilber,  und  das  ganze  Element  ift  fo  compendiös,  wie  keines  bisher  in
Gebrauch  gezogenes  und  fleckt  in  einer  Kautfchukhülfe  unverändert  drinnen.  Auch
die  Art  der  Verbindung  der  einzelnen  Elemente  durch  hervorragende  Metallflücke
und  flarke  Federn  mit  den  Stromwählern  hat  nichts  mit  der  mühfamen  und  verwirrenden ­
  durch  Drähte  gemein;  aufserdem  ift  jede  Serie  von  Elementen  in
eigenen  Käftchen  vereinigt,  die  leicht  ausgehoben  werden  können  und  in  diefen
ift  jedes  Element  zur  weiteren  Behandlung  leicht  zugänglich.  Die  gröfseren  diefer
Käftchen  find  auch  mit  einer  Bouffole  und  dem  Stromwender  verfehen,  fo  dafs  fie
allen  ärztlichen  Bedürfniffen  vollftändig  entfprechen.  Die  Nachtheile  des  hohen
Preifes  der  erften  Füllung  werden  dadurch  aufgewogen,  dafs  das  koftbare  Material
des  Silbers  nicht  verloren  geht  und  leicht  wieder  in  Chlorfilber  überführt  werden
kann.  Die  Batterie  ift,  wie  ich  aus  Verfuchen  weifs,  fehl*  ftark,  und  wenn  fie  die
Conftanz  befitzt,  die  ihr  Gaiffe  zufchreibt,  fo  wird  das  Modell  diefer  Batterie  für
lange  Zeit  das  herrfchende  in  der  Medicin  bleiben.
Eine  Chlorfilber-Batterie  wurde  auch  von  St  Öhr  er  in  Dresden  ausgeftellt
und  eine  Beetz’fche  von  Heller  in  Nürnberg.
Von  den  älteren  Modellen  ift  vor  Allem  die  Kohlen-Zinkbatterie  ohne
Diaphragmamit  Schwefelfäure-Füllung  oder  Clorfilber-Löfungzu  erwähnen.  Solche
Batterien  wurden  von  der  altbewährten  Firma  St  Öhr  er  in  Dresden  in  ihrer
bekannten  technifchen  Vollendung  ausgeftellt.  Neu  an  dem  S  t  ö  h  r  e  r’fchen
Modell  ift  die  Einfügung  von  Induktionsapparaten  in  die  galvanifche  Batterie.
Ein  alter  aber  werther  Bekannter  für  die  Fachmänner  ift  die  platinifirte
Bleizink-Batterie  von  Frommhold  in  Peft,  welche  durch  ihre  Verbindung  mit
einem  bequemen  Stromwähler  ferner  mit  einem  Stromwender  und  der  Tauchvorrichtung ­
  die  bellen  Dienfte  geleiftet  hat.
Von  älteren  Modellen  ift  noch  jenes  der  Smee’fchen  Batterie  mit  einem
Stromwähler  und  einer  Senkvorrichtung  in  der  Expofition  des  Dänen  Rasmufs
aus  Kopenhagen  zu  erwähnen.  So  compendiös  diefer  Apparat  auch  conftruirt  ift
und  trotzdem  derfelbe  mechanifch  nicht  fchwer  zu  transportiren  ift,  fo  dürfte  das
Modell  wegen  der  Säuren  und  der  mangelnden  Fettigkeit  der  Verbindungen
kaum  viele  Bewunderer  finden.
Von  neuen  Ideen  bei  der  Conftruklion  der  Elemente  ift  noch  Sartori  zu
erwähnen,  welcher  Kohlen-Zinkbatterien  conftruirt  hat,  mit  der  Modification,
dafs  die  genannten  Metallplatten  fenkrecht  übereinander  fich  befinden  und,  was
hervorzuheben  ift,  die  Zinkplatte  in  Queckfilber  getaucht  ift.  _
Einen  fehr  fchönen  Gedanken  hat  der  gewandte  Jofef  Leiter  in  Wien
in  feinen  Elementen  zur  Darftellung  gebracht.  Statt  das  Kohlen-Zinkelement  nach
dem  Gebrauche  aus  der  Flüffigkeit  zu  heben,  beftrebt  er  fich  die  Flüffigkeit  von
den  wirkfamen  Platten  zu  verdrängen.  Auf  dem  Grunde  des  Glafes  befindet  fich
während  der  Thätigkeit  ein  Kautfchukcylinder,  über  dem  die  Flüffigkeit  fich
befindet.  Wenn  das  Element  aufser  Gebrauch  kommen  foll,  wird  der  genannte
Cylinder  gehoben,  dadurch  ftrömt  die  Flüffigkeit  nach  unten.  In  diefem  Cylinder
find  zwei  Spalten,  die  nach  oben  und  unten  offen  find,  durch  welche  die  Flüffigkeit ­
  beim  Heben  hinabfliefst,  und  in  welche  die  Kohlenplatte  hineinpafst.  Diefer
Cylinder  hat  aufserdem  eine  mittlere  Spalte,  die  nach  unten  gefchloffen  ift,  und
in  diefe  kommt  die  Zinkplatte  zu  liegen.  Da  nun  diefe  mittlere  Spalte  immer
etwas  Queckfilber  enthält,  fo  befindet  fich  der  Zinkcylinder,  wie  beim  Element
Sartori  hier  nach  dem  Gebrauche  in  amalgamirender  Umgebung.  Die  Hebung  des
Cylinders  gefchieht  durch  einen  doppelt  zufammenlegbaren  Kautfchukftab,  der
die  Form  der  gewöhnlichen  Mafsftäbe  hat,  deren  einzelne  Theile  übereinander
gefchoben  werden  können.
            
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