Türkei.
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B ihatfch mit 4 bis 5000 Einwohnern; Safin mit 2 bis 3000 Einwohnern,
Getreidehandel, Eifengruben und Schmieden; Livno an der Strafse vonSerajevo
nachSpalato, mit beiläufig 5000 Einwohnern und einem öfterreichifch-ungarifchen
Viceconfulate. In der Herzegovina : Die Landeshauptfladt M o ft a r mit fafl 15.000
Einwohnern und mehreren Confulaten; Trebinje, bekannt durch feinen Tabak,
mit 2 bis 3000 Einwohnern, und einem k. und k. Viceconfulate; Stolatz und
Nikfitfch, befeftigte Städtchen mit circa je 3000 Einwohnern, dann an der
oberen Drina: F otfcha gewerbefleifsiges Städtchen von faft 10.000 Einwohnern,
mit bedeutendem Handel nach Ragufa, jedoch nicht mehr in dem Mafse wie in
früheren Zeiten, örtlich davon Pleoje oder Tafchlidfcha mit 3 bis 4000,
und Prepolje mit 2 bis 3000 Einwohnern; Sjenitza mit kaum 1000 Einwohnern,
aber Kreishauptfladt mit wichtigen militärifchen Etabliffements: endlich
an der Rafchka, nächlt der ferbifchen Grenze Nowipafar (Jenibafar) mit ungefähr
8000 Einwohnern mit einiger Induflrie in Gold- und Silberfiligran u. f. w.
Die Provinz hat eine kleine, noch ganz ifolirte Eifenbahn (Nowi-Banjaluka)
und ziemlich gute Strafsen, von Serajewo nach Brod, nach Bertfchka, nach
Bihatfch, über den Prologh nach Sign (Dalmatien) und über Moftar nach Metkowitfch
(refpective Ragufa).
Dardanien oder das Schargebiet.
Zwifchen Serbien und Makedonien, zu beiden Seiten des Schargebirges,
liegt, von Bergländern umgeben, ein durch weite, mehr oder minder hochliegende
Ebenen charakterifirtes Gebiet, in welchem die, den drei verfchiedenen Meeren
zuftrömenden Flüffe : der weifse Drin, der Ibar (mit der Sitnitza), die bulgarifche
Morawa und der Wardar ihren Urfprung nehmen, ohne durch hohe Wafferfcheiden
von einander getrennt zu fein. Selbft die mächtige, bis zuQOOoFufs hinanragende
Scharkette ifl nicht die wefentliche, fondern nur eine fecundäre Wafferfcheide
zwifchen dem Drin und dem Wardar. Diefes Gebiet, welches den natürlichen
Uebergang von der nördlichen in die füdliche Türkei bildet, gehört gröfstentheils
zum Vilajet von Prisrend, nur der füdlichfle Theil desfelben gehört durch eine
etwas künftliche Begrenzung zum Sandfchak von Monaflie und mittelbar zum
Vilajet von Salonik. Im Süden liegt auf der Oftfeite des Wardar die nur 700 Fufs
hohe Ortfche-Polje oder Muftafa-Owafsy, eine Tertiärebene zwifchen kryftallinifchen
Formationen; weltlich davon das 1000 bis 1200 Fufs hohe obere Wardarbecken,
oder das Thal Tettowo; nördlich von diefem, jenfeits des Schargebirges, die vom
weifsen Drin durchftrömte, bis an die bosnifche Sucha-Planina reichende, über
1000 Fufs hohe Ebene Metoja, und öftlich davon, nur durch unbedeutende
Hügelreihen von ihr getrennt, die bei 1500 Fufs hohe Koffowopolje, oder das
Amfelfeld, von Ibar und von der Sitnitza, feinem bedeutendften Quellflufse, durchftrömt.
Von hier gegen Oflen zieht fich ein Gebirgsland hin, welches durch das
Thal der« bulgarifchen Morawa durchbrochen ift, und durch die bulgarifche Sucha-Planina
und Snegpolje begrenzt wird; im Norden dehnt fich das Morawathal beim
Einfluffe der Nifchawa wieder zu einer, wohl nur kleinen, wenig über 400 Fufs
hohen Tertiärebene aus. Alle die genannten Ebenen und Thäler produciren
Getreide, namentlich Mais und Weizen, auch Gerfte und Tabak.
In der oberen Wardargegend wird auch Reis und an der oberen Morawa
’viel Hanf gebaut. Im Süden wird auch etwas Seidenzucht betrieben.
Der Wein gedeiht befonders am Drin (in der Metoja) und dann auch am
Wardar. Ueppige Wälder findet man in Schar und in den weltlichen Alpen,
befonders Tannen, Fichten und Kiefern. In den anderen Gegenden herrfcht die
Buche vor; aufserdemgibt es Eichen-, Ulmen-, Kaftanien- und Nufswälder, befonders
die letzten auch am Schargebirge.