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Full text : Türkei, officieller Ausstellungs-Bericht. Beiträge zum zweiten Bande

Türkei.

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nia,  kleine  Städtchen  undEchellen  für  die  Hauptftadt  Bruffa;  das  Erftere  mit  einer
jährlich  über  eine  halbe  Million  Kilogramm  Salz  erzeugenden  Saline,  mit  einem
Seearfenal  und  mit  einer  englifchen  und  griechifchen  Confularagentie  ;  das  Letztere
(Mudania)  mit  Seidenfpinnereien,  und  Panormo  oder  Pandermä,  die  Hauptechelle
  für  Karaffy  (Balikefftr),  mit  einer  englifchen  und  griechifchen  Confularagentie ­
  und  mit  Marmor-Werkftätten,  wo  jährlich  bei  3000  Cubikmeter  Marmor
gewonnen  werden;  dann  im  Innern:  A  d  ab  afar,  kleines  Städtchen  mit  Seidenfpinnerei
  und  Handel  in  Cocons,  Flachs  und  Leinfamen;  J  e  n  i  fc  h  e  h  e  r,  kleines
Städtchen  mit  Seidenfpinnerei,  Opium-  und  Hadfchifchprodudtion;  dann  die
vier  Stunden  von  der  Küfte  entfernte  Vilayets-Hauptftadt  Bruffa  mit  35-bis
40.000  Einwohnern  und  mit  mehreren  Confularämtern,  mehrFabriks-  alsHandelsftadt;
  fehr  wichtig  durch  ihre  51  Seidenfpinnereien  und  mehrere  Gerbereien,  fowie
  durch  ihre  Baumwoll-Manufadturen,  auch  berühmt  durch  ihre  heifsen  Stahl
und  Schwefelbäder;  MualitfchoderMihalitfch,  herabgekommenes  Städtchen,
Käfe,  Wolle,  Cocons  und  Tabak  producirend;  B  a  1  i  k  e  ff  h  r  oder  Balikefsry,
Kreis-Hauptftadt  von  Karaffy  mit  einer  22tägigen  Auguftmeffe,  wichtig  durch  Fabrication
  von  Abatuch  und  durch  die  Ausfuhr  von  Opium,  Baumwolle  und  Krappwurzeln ­
  ;  B  righ  a  oder  B  o  g  afch  eh  e  r,  Städtchen  im  Norden  der  trojanifchen
Halbinfel  mit  einer  22tägigen  Junimeffe,  (befonders  Viehmarkt);  endlich  an  der
Dardanellenftrafse  (Hellespont)  :  Lapfaki,  kleines  Städtchen,  bedeutend
durch  Holzausfuhr,  und  Tfchanak-Kalee  oder  Kalee-i-Sultanieh,
befeftigte  Hauptftadt  desVilayets  der  ägäifchen  Infein  mit  höchftens  5-  bis  6000
Einwohnern,  mit  vielen  Confularämtern,  mit  Schiffbau  und  lebhafter  Töpferinduftrie,
  auch  wichtig  als  Exporthafen.
Die  Communicationen  in  diefem  Gebiete  fmdlebhaft  an  der  Küfte,  infoferne
die  Häfen  des  Marmorameeres  eine  regelmäfsige  türkifche  Dampffchifffahrts-Verbindung
  unter  fich,  und  mit  Conftantinopel  haben,  und  Tfchanakkaleh  auch  von
den  meiften  fremden  Poftdampfern  berührt  wird,  während  an  der  Nordküfte  auch
die  Eifenbahn  im  Betriebe  ift,  welche  demnächft  auch  nach  Bruffa  gebaut  wird.
Aufserdem  beftehen  guteFahrflrafsen  zwifchen  Bruffa  und  der  Küfte,  aber  in  den
übrigen  Theilen  des  Gebietes  find  die  Verkehrswege  fchlecht.  Im  Allgemeinen
gravitirt  der  Handel  diefes  Gebietes  nach  Conftantinopel.

Das  weftliche  oder  das  ägäifche  Küftengebiet.
Südlich  vom  vorigen  gelegen,  erftreckt  fich  cliefes  faft  das  ganze  Vilayet
Aidin  und  einige  Theile  des  Vilayets  Chudawendkjar  umfaffende  breite  Gebiet
vom  Kas-Dagh  oder  vom  Golfe  von  Edremit  längs  des  ägäifchen  Meeres  an  die
füdweftliche  Spitze  Kleinafiens,  und  enthält  die  ganzen  Flufsgebiete  des  Sarabat
oder  Gedys-Tfchaj  (Hermos)  und  des  grofsen  Menderes  (Mäander),  fowie  der
kleineren  Küftenflüffe,  indem  es  in  Nordoften  bis  zu  den  Gebirgen  Ufundfcha-Jaila,
Demirdfchi-,  Ak-  und  Murad-Dagh  (8000?),  im  Often  bis  zum  Kaldyr-Dagh,  und
im  Südoften  bis  zum  Bos-Dagh  (9000?)  reicht.  Von  diefer  Oftgrenze  fteigt  das
Land  nach  Weften  ftufenförmig  mit  oftweftlichen,  faft  parallelen  Thälern  bis  zu
der  mannigfach  vorfpringenden  und  eingefchnittenen  Küfte  hinab,  welche  durch
die  Golfe  von  Edremit,  Elaea,  Smyrna,  Mendelia,  Kos  und  Symi  mannigfach  eingefchnitten
  ift.  Die  Gebirge  enthalten  unter  Anderem  Marmor,  Schmirgel,  Schwefel,
Asphalt,  Porzellanerde,  Kohle,  Blei,  Kupfer,  Graphit,  Zink,  Silber  und  Eifen,
befonders  letzteres  häufig  im  Norden;  fie  find  im  nördlichen  Theile  ftellenweife,
im  füdlichen  Theile  aber  fehr  ftark  mit  Pinien  und  Knopperneichen  bewaldet,
und  zwar  namentlich  mit  Pinien,  Lorbeer,  Steineichen,  Platanen,  Buchen,  Ulmen
und  Föhren.  In  den  Niederungen  find  viele  Oelpflanzungen  (befonders  auch  im
Norden  an  den  Bergen,  welche  den  Golf  von  Edremit  flankiren);  ferner  viele
Kaftanien-,  Feigen-,  Citronen-,  Orangen-  und  fonftige  Obftbäume;  in  den  gröfsten
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