Lithographie und Chromographie.
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Original gemälde kaufen zu können und fo fuchte man denn auch in d efen
Richtung durch den Farbendruck einem vorhandenen Bedurfniffe abzuhelfen
indem man ihre fchönften Werke fo treu als möglich nnitirte. Der englifche
Farbendruck geniefst dabei den immenfen Vortheil, von einem unermefslichen,
feftJ organifirten Welthandel getragen zu werden und in wie in Indien
am Cap nicht minder, als in Auftralien, mit einem Worte, überall, wo dei britifche
Unternehmungsgeifl feine Faftoreien begründet hat bereitwillige Aufnahme zu
guten Preifen zu finden; einerfeits vertheilt fich dadurch die Auflage e n
neuen Bildes rafch über die ganze civilifirte Welt und macht neuen Arbeiten
Platz und anderfeits erlauben die hohen Preife, welche für , v ° rzu ^ che
bewilligt werden, die Verwendung ausgezeichneter Ivunftkrafte, denen eine faft
unbegrenzte Zahl von Farbenfteinen zur Verfügung geftellt werden kann,
weitere Folge ift dann eine fehr forgfältige Ausführung und ein gefätt.gter Druck
der das kräftigfte Colorit, wie die zarteften Lafuren wiedeizugeben veimag.
w!r fprechen von Abwefenden! Das Wenige, was in der engl.fchen Abtheihing zu
fehen war, befchränkte fleh auf einige Illuftrations- oder ^“^^‘^eau
zwar fehr folid gemacht find, fleh aber nirgends über das gewöhnliche JNneau
6rhebe Was die Verwendung der Lithographie für technifche und induftrielle
Zwecke betrifft, fo fleht unbeftritten Frankreich in elfter Lime, und zwar
fowohl was die Quantität als die Qualität der Arbeiten betrifft
Das ganze weite Gebiet der alten und modernen ArchiteÄm alle Zweig
der Bautechnik und die damit im Zufammenhange flehenden Gewerbe, die
Tapeten- Seiden- und Webmanufacftiir, kurz Alles, was in diefen Richtungen einer
ErCerung durch die zeichnenden Künfte bedarf, wird durch die Benutzung der
Lithographie und fpeciell der Farbenlithographie mit den vortieffhchften Vo
lagenrad Werken ausgeftattet. Dabei werden die vermiedenen Methoden die
Gravirung, Feder- und Kreidezeichnung, Chromo- und Photolithographie mit dem
richtieflen Verftändniffe angewendet. Alles greift genau in einander; die Zeichnung
[ft foSältig, die Farbe klfr und richtig. Eine aufmerkfame Durchfleht der aus-
geftellten Objedle der Firmen D id ot, Mo r e 1, H a c h et te , o c 1 • _
wird unteren Ausfpruch, der die unbedingte Anerkennung fowohl für die aus
führenden Organe als die Herausgeber enthält, gewifs in jeder Beziehmg rechb
fertigen Minder umfaffend und im Allgemeinen auch minder hervoitretend lft
Imitation von Oelgemälden, obwohl auch in diefer Beziehung einzelne Leiftungen
i at Ti n TA n v ii A ausFeftellt waren, welche die eminenteite
T°e n ch“i a k n mft dem a fo g rgfälttgften Druck verbanden. Das altberühmte Atelier von
technik mit aen g g den Schwarzdruck das moglichfl Vorzügliche,
ürrfjsass «—
capricen welche bei Verwendung der Wifchkreide, des Pinfels odei de
NacW zum Vorfchein kommen, find in vollfler Unmittelbarkeit wiedergegeben
die Abdrücke zeigen das tieffte, fammtartige Schwarz neben den zarteften Ueber
glngltinlen kurz" es gereichte dem Fachmanne zur gröfsten Befriedigung, die
Expofition diefer Anflalt zu fludiren. . , , j r11 a pi . hefteht in
P Ein in Paris vorzugsweife gepflegter Zweig des Farbendruckes beftehtin
ienen Maffenartikeln welche mittelft der Schnellpreffe für die Bedurfniffe des
Verkehrs und der Induftrie, in unzähligen Nuancen geUefert werden und
deren lithographifchen Herflellung ausnahmslos das oberwahnte Punktirvertani
, ® i niefe Artikel beftehen in Blumen, Ornamenten, Heiligen-
büdeTu f w und find in ihrer Art faft durchgehends gut gemacht, wenn fie
auch auf den Rang wirklicher Kunflwerke nicht den germgflen Anfpruch haben
dR AnftaUenv a o n n g T eflu & Mafsin, Baulaut aine zeichnen fleh in diefer
Richtung^voithefthaf^aus^ kleine Reproduclionen älterer Werke Vertretern
während Spanien blofs einige Illuftrationsarbeiten ausgeftellt hatte und auch ka