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Full text: Militär-Kartographie (Gruppe XIV, Section 6 und Gruppe XVII, Section 4), offcieller Ausstellungs-Bericht

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Jofef Zaffauk. 
Der Zeichenfchluffel für das Gerippe wäre nach dem erwähnten Vorfchlage 
einer kleinen Modification, und zwar einer derartigen zu unterziehen, dafs alle 
mien in der Originalaufnahme fo kräftig gehalten werden, um in dreifacher Ver 
jungung noch deutlich wieder erkennbar zu fein. Ebenfo feilen die 
Niveaucurven auf einem Separatblatte mit Tufche gezeichnet, in gleichem 
Mafse verkleinert und durch Ueberdruck in Farbe auf der Karte kenntlich 
gemacht werden. 
Durch die Begrenzung der Schraffenwerthe wäre man daher im Stande, den 
Karten gleichen Mafsftabes in allen Theilen der Erde einen gleichen Ausdruck 
zu verleihen. 
Als Einheitskarte proponirt der Autor vorläufig Generalkarten im Mafs- 
ftabe i: 250.000 der Natur mit den Schlaffen von 20 :180 Meter bei 5 Grad und 
180:180 Meter bei 45 Grad Böfchung in allen Staaten zu adoptiren und’diefe 
durch Ueberdruck mit Schichtenlinien von 200 Meter Werth zu verfehen. 
Roskiewicz’s Vorfchlag umfafst daher: 
Striche 13 ' 6 Am,ahme einer Schraffenf cala mit gleichbleibender Entfernung der 
Feftftellung des Werthes einer Schraffe, bafirt auf den Mafsftab des 
Flanes und auf das derNatur entfprechende Verhältnifs, um das Mittel zu erhalten 
gleichen Ausdruck zu erzielen. 
Direde Verkleinerung der Mappirungsfedionen und Umgeftaltung der- 
felben zu Karten durch die Heliogravüre oder Photolithographie, um Zeit und 
Ueld zu erfparen, dabei wahre Naturbilder zu erreichen. 
Annahme der Niveaucurven auf allen Karten und Anwendung derfelben 
durch Umdruck, endlich 
Adoption eines graphifchen Höhenmeffers, um den Mappeur zu befähigen 
ohne Calcul die Schichten an Ort und Stelle legen zu können. 
Wir hielten die hier dargelegten Ideen, die von der internationalen Jury 
mit der Verdienftmedaille ausgezeichnet wurden, nicht nur bezüglich der 
Werthbegrenzung der Schlaffen und der Schraffenfcala für neu, fondern auch in 
manch anderen Vorfchlägen für wichtig genug um fie eingehender zu befprechen 
und obgleich eine Einigung immer fchwer zu erzielen ift, fo wäre diefs allenfalls 
ein Zukunftsprogramm, welches wir früher oder fpäter zu erfüllen oder zu löfen 
naben werden. 
In Belgien werden bereits die Originalaufnahmen durch dire&e photo- 
lithographifche Redu&ion zur Herftellung der Karten benützt, doch ift die Ver 
kleinerung unbedeutend, wodurch die Blätter nicht immer rein und fchön 
e rieh einen In Baiern wird in neuefter Zeit nach den in der Expofition erficht- 
hchen 1 roben gleichfalls die Originalaufnahme auf den Gerippblättern des Kata 
iters (t ; 5000) vorgenommen, fodann eine zweifache Reduaion und die Ver- 
vielfalt'gung der Karte durch Glasdruck bewerkftelligt. Wenn auch diefe Methode 
als h ortichntt begriffst werden kann, mufs der Mafsftab der Originalaufnahme als 
viel zu grofs bezeichnet werden, weil die Schraffen auf beinahe fünf Millimeter 
breffe Entfernungen von einander zu liegen kommen, und der Mappeur im Felde 
alle Ueberficht verliert, das heifst fich keine Terrainpartie zum überfichtlichen 
Bude auf dem in der Hand habenden Blatte formen kann. 
Bevor wir zu den anderen topographifchen Werken übergehen, wollen 
wir noch der vom k. k. Finanzminifterium ausgeftellten Kataftral- 
operate Erwähnung thun, indem felbe vielfeitig auf das Erfolgreichfte benützt 
werden, und namentlich für die Militärkartographie ein überaus fchätzbares 
Material bieten, da, wie bereits erwähnt, die Mililärmappirungen, wie in den 
meiften anderen Staaten, auf Grund der Kataftralaufnahmen ausgeführt werden. 
Obwohl fehon in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhundertes Vermeffungen 
einzelner Theile der Monarchie ftattfanden, datirt doch der Beginn einer 
auf wiffenfchaftlicher Bafis beruhenden Landesvermeffung erft vom Jahre 1817. 
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