Papierinduftrie.
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Laufe der Zeit eine Satinir-Prefswalze zum Satiniren untauglich wird, diefelbe mit
geringer Mühe für eine der Nafspreffen hergeftellt und verwendet werden kann.
Die Zapfen der Walzen find in einem Stück mit diefen gegoffen, find aber weicher
gehalten, worauf bei dem Giefsen forgfältig Rückficht genommen werden mufs.
Der Zapfendurchmeffer beträgt HO Millimeter. Der Trockenapparat ift durch
feine Gröfse bemerkenswerth. Derfelbe befteht aus drei unteren Trockencylindern
von je 1220 Millimeter Durchmeffer, einem Filz-Trockency linder von 1000 Millimeter
Durchmeffer und zwei Filz-Trockencylindern von 460 Millimeter Durchmeffer,
danach folgt ein oberer Cylinder von 1220 Millimeter Durchmeffer mit einem
darauf liegenden Filz-Trockencylinder von 460 Millimeter Durchmeffer. Nun
kommt die fogenannte Feucht-Satinirpreffe, welche beftimmt ift, dem Papiere
befondere Glätte zu ertheilen. Wenn fie richtig gearbeitet ift, fo ift ihre Wiikung
fehr auffällig. Ihre Behandlung bedarf von Seite des Mafchinenführers Aufmerk -
famkeit und Uebung, denn kommt das Papier zu feucht zwifchen die Prefswalzen,
fo wird es fchwarz, kommt es zu trocken, fo wird die Wirkung der Preffung fein
vermindert. Nach der Feucht-Satinirpreffe folgt wieder ein unterer und noch ein
oberer Trockencylinder von 1220 Millimeter Durchmeffer mit je einem Trockenfilz
von 460 Millimeter Durchmeffer; im Ganzen alfo 6 Trockencylinder von
1220 Millimeter Durchmeffer, ein Cylinder von 1000 Millimeter Durchmeffer und
fünf Cylinder von 460 Millimeter Durchmeffer. . .
Hinter dem Trockenapparate fleht noch eine Satinirpreffe mit drei Hartgu s-Walzen,
dann folgt das Schneidzeug und fchliefslich ein aufrechter Hafpek welcher
derart eingerichtet ift, dafs man mit einer Kurbelbewegung alle Arme gleichzeitig
(teilen kann. „ . . .
Die Firma Efcher Wyfs& Comp, behauptet unter allen Mafchmenfabriken
des Continentes, welche Papiermafchinen bauen, den erden grofsen Rang;
diefelbe hat von 1841 bis Ende des Jahres 1872 : 89 Papiermafchinen geliefert
und zwar nach Oefterreich 25, nach Preufsen 20, nach Sachfen 10 nach Baiern 8
nach Italien 8, für die Schweiz 8, nach Württemberg 4, nach Baden 4 unü nach
Rufsland 2 Stück. Die geringfte Arbeitsbreite betrug 1270 Millimeter, die grofste
2130 Millimeter, und zwar für die Papierfabrik Schlöglmühl.
G. Sigl in Berlin exponirte eine für die Adien-Papierfabrik Schlema bei
Schneeberg in Sachfen beftimmte Papiermafchine von 64 Zoll englifch Arbeitsbreite.
Auch diefe Firma rechtfertigte den im Papiermafchinen-Bauwohlerworbenen
Ruf durch äufserft exaifte Ausführung. Der Stoff-Emlaufkaften und ei
Sandfang find nicht anmontirt, dagegen ift die Mafchine von den Knotenmafchmen
ab vollftändig zufammengeftellt. Es find zwei ftufenweis poftirte Knoten-F angplatten
vorhanden, fo dafs der Stoff einer zweimaligen Reinigung unterzogen
werden kann. Es kann jedoch durch Anlage eines Ueberfteigrohres die Vorrichtung
getroffen werden, dafs der Stoff fich theiit und die ä. te cie p eie - ' ie
andere Hälfte die untere Knotenplatte paffirt. Diefe Vorrichtung ift jedoch an
der Mafchine noch nicht angebracht. Das Sieb geht über zwei Saugapparate,
die Ständer der erften und zweiten Preffe find, abweichend von der Form, an dei
früher befchriebenen fchweizerMafchine, feitlich offen, was ein fehr bequemes E111-ziehen
der Filze und Herausnehmen der Prefswalzen geftattet. Eine I on lchtung
zum feitlichen Bewegen der Schaber ift nicht vorhanden. Der Trockenapparat
befteht aus vier Trockencylindern von 1265 Millimeter Durchmeffer und einem
Filz-Trockencylinder für den unteren Filz.
Von den vier Cylindern Hegen zwei oben, und zwei unten. Bei vier
Cylindern ift die Dispofition von drei unteren und nur einem obeien
Cylinder jener von zwei unteren und zwei oberen Cylindern entfchieden vorzuziehen.
Das Papier erhält dadurch eine auf beiden Seiten gleiche Glatte
und kann rafcher über den Apparat geführt werden. Hinter dem Trockenapparate
ift eine Satinirpreffe, hinter diefer das Längenfchneidzeug und endlich ein aufrechter
Haspel bekannter Conftruaion. Eine fehr zweckmäfsige Neuerung an