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Full text: Die Maschinen und Werksvorrichtungen in der Thonwaaren-Industrie (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

DIE 
MASCHINEN UND WERKSVORRICHTUNGEN 
IN DER 
TH O N WA A REN-INDUSTRIE. 
(Gruppe XIII, Section 2.) 
Bericht von 
D R - Emil Teirich, 
Mitglied der internationalen Jury. 
Die Mafchinen zu dem Zwecke der Vorbereitung von Rohmaterialien oder 
der Formgebung in der Thonwaaren-Indudrie, fowie jene Vorrichtungen und 
Apparate, welche zum Brennen und Glafiren der geformten Stücke zu dienen 
haben, follen uns hier befchäftigen. 
Es mufs jedoch gleich jetzt hervorgehoben werden und id lebhaft zu 
bedauern, dafs die Wiener Weltausdellung im Vergleiche zu den glänzenden 
Sammlungen fertiger Fabricate, die dort zu fehen waren, ganz unverhältnifsmäfsig 
wenig auf dem bezeichneten Gebiete brachte und dafs felbfl unter dem Aus- 
gedellten nur fehr feiten ganz Neues zu finden war. Meid fehlte das Wichtigde 
und Intereffantede. 
Es gilt diefs namentlich von folchen Mafchinen, die in neuefler Zeit von der 
englifchen Plattenfabrication nach Proffer’s Procefs, dann bei der Erzeugung der 
deutfchen (fogenannten Mettlacher) Fufsboden-Platten verwendet werden, es gilt 
diefs ferner von den verfchiedenen mechanifchen Töpferfcheiben für runde und 
ovale Formen, wie fie in franzöfifchen Fabriken (fo bei Hache Pepin Lehailleur 
fr^res in Vierzon) als Tellermafchinen im bellen Gebrauche find, und von mannig 
fachen Drehbänken und ähnlichen Apparaten zur Bearbeitung des roh geformten 
und fad ganz getrockneten Thones, wie wir fie in ausgedehnteder Verwendung 
bei Dulton in Lambeth fanden. 
Die neueren englifchen Röhrenpreffen für bedeutende Durchmeffer und die 
Erzeugung angeformter Muffen, welche mit diredlem Dampfdruck arbeiten, oder 
jene fehr ingeniöfe hydraulifche Röhrenpreffe, die wir als Clark’s Patent 
in einer der gröfsten Fabriken Englands vor Kurzem arbeiten fahen, fie waren 
ebenfo wenig ausgedellt, wie Clayton’s bekannte Vorrichtung zu gleichem 
Zwecke. 
Wir vermifsten endlich Alfing’s Feldfpath-Mühle (Gefellfchaft Aluminia bei 
Kopenhagen), welche in neueder Zeit beifpielsweife von der Berliner königlichen 
Porzellanmanufadlur verfuchsweife benützt wurde und die Trockenmühlen der 
Atfliengefellfchaft Humbolt, die auch ebenfowenig ihre renommirten Steinbrecher 
in Verbindung mit Walz- und Schüttelwerk zur Ausdelluiig fandten.
	        
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