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Full text: Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewesen (Gruppe XVI, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewefen. 
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zerne Kiften (je eine gröfsere rechts, und links für Patronen, eine kleine in der 
Mitte zwifchen beiden für Recjuifiten), in welchen wieder Deckelkäften aus Zink 
blech mit Facheintheilung (für je eine Patrone) eingefetzt find. 
Hinter dem Kailen find die Tragbäume mit Bietern belegt, und ift ein 
Theil diefer Belegung zur Bildung eines Raumes für die Aufbewahrung der 
Fourage mit Seitenlehnen und darüber gefpannten Riemen verfehen. 
Am Ende des Protzbalkens ift ein Radträger befeftigt, auf deffen Achs- 
ftängel das Vorrathsrad in fchräger Lage aufgefteckt wird. 
Zu den Batterie-Fuhrwerken gehören noch der B ag ag e wag en und die 
F el d fchmie d e. 
Beide Fuhrwerke find mit Protzen verfehen, die fich von jenen der 
Laffeten nur durch die innere Einrichtung ihrer Kälten unterfcheiden. So ift der 
Kalten der Bagagewagen-Protze, in welchem Munition mitgeführt wird, mit 30 
Fächern für ebenfoviel Gefchoffe verfehen, auf welchen drei Einfetzkiften, davon 
zwei gröfsere und eine kleinere mit Deckelkalten aus Zinkblech für 15, refpebtive 
4 zufammen 34 Patronen flehen. 
Der Kalten der Feldfchmiede ift mit Blech ausgekleidet und dient zur 
Aufbewahrung von Kohlen. Der Feldfchmiede-Hinterwagen befteht aus dem 
Munitionswagen-Protzbalken, ferner aus zwei durch Querriegel verbundene , auf 
dem Achsfutter aufgekämmte Tragbäume, auf welche zwei von einander abfte- 
hende Kälten aufgebracht find. Der vordere Kalten ilt ganz aus Elfenblech 
erzeugt und bildet den Feuerheerd, der rückwärtige Kalten ilt aus Holz und mit 
Eifen ausgekleidet, und dient zur Aufbewahrung der Schmiede-Werkzeuge, des 
Eifens etc ctc 
Auf dem Deckel diefes Kaltens ift eine Wafferkufe aus Eifenblech aufge 
fchnallt Zwifchen den beiden Kälten ift ein kleiner Ventilator befeftigt, welcher 
mittelft einer an der linken Seite befindlichen Kurbel und einer einfachen Ueber- 
fetzung leicht bewegt und in rafche Drehung verfetzt werden kann. 
Der Bagage-Hinterwagen befteht aus einem Kalten .welcher mit feiner 
Längenmitte auf dem Achsfutter aufruht, und mit demfelben, fowie mit dem Protz 
balken durch Bänder und Bolzen verbunden ift. Die Langenbalken der Kaften- 
wände find durch fechs eiferne Stangen auseinander gehalten. 
Der untere Theil des Kaltens ift durch Scheidebreter in drei mit abheb 
baren Deckeln belegte Längenfächer abgetheilt, welche rückwärts durch eine 
genieinfame Thür verfchloffen find. Vorne ift nur das mittlere Fach verfchalt, 
und find blofs die beiden äufseren Abtheilungen mit Thüren verfehen, welche 
nach abwärts zu öffnen find. Der Kalten ift mit Harkern Zwilch eingedeckt, welcher 
über drei eiferne Reifen gefpannt wird. 
Die vom py r o te chnifch en Etabliffeme nt in Sevilla aus- 
geftellten Zünderund Metallpatronen liefsen in jeder Beziehung den 
Schlufs auf befondere Güte des Fabricates zu. . 
Spanien Heilte auch zwei Modelle von Art lll e r i e-Zugg efchir r en 
aus und zwar das früher im Gebrauch geftandene und das Neuemgefuhrte. 
In den Hauptbeftandtheilen unterfcheiden fich diefe beiden Gefchirr- 
gattungen nicht befonders ; bei dem älteren Gefchirre find die Kummeteifen an 
den Kummetleib, der unten offen ift, feftgefchraubt und genietet, ragen über den- 
felben hinaus und werden dann mit einem Riemen gefchloffen, find alfo wohl 
nur im Nothfalle zu öffnen. Die Zugftränge find in Leder gefafst, fämmthche 
vier Pferde des Zuges mit der Stange gezäumt, und ein viereckiger tuchener 
Tornifter auf den Sattel des Handpferdes aufgefchnallt. 
Das neue Ar ti 11 erie-Zugg efchirr, welches wie das ältere von 
braunem Naturleder erzeugt ilt, läfst an Eleganz nichts zu wünfchen übrig. 
Alle vier Pferde des Zuges find gefattelt; das Sattelpferd ift mit der am 
unteren Ende des Unterbaumes mit einem Stege gefchloffenen Stange gezäumt, 
während das Handpferd eine ganz eigentümliche ZäInnung befitzt.
	        
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