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Guftav Seinrad und Johann Sterbenz.
langt, fo gründen fich diefelben auf Erfahrungen, welche während der mehrjährigen
Bewaffnung eines Theiles der öfterreichifchen Armee mit diefem Gewehre gemacht
wurden, und haben zum Zweck, die Sicherheit und Rafchheit der Functionirung
des Verfchluffes zu potenziren, die Erzeugung zu
erleichtern, dann aber auch das Gewicht der Waffe zu vermindern.
Wefentlich beftehen fie in Folgendem:
Das an einigen Stellen verflärkte Verfchlufsgehäufe hat einen
bedeutend kürzeren, muldenförmig ausgehöhlten Schweif; das fpecielle Achslager
des älteren Modelles fammt Schraube und die Kreuzfehraube find nicht vorhanden;
dagegen befindet fich an der linken Gehäufewand eine Schraube, welche das
Lager für das halbkugelförmige Ende des Patronenziehers bildet; die plattenförmige
Verfchlufs-Achfenfeder und die zu ihrer Befeftigung dienende Schraube
fehlen.
Fig. i. Das V e r f c h 1 uf s ft ü ck, von dem die Fig. i
einen fenkrechten Querfchnitt darftellt, ift durch
die Ausnehmungen a erleichtert worden, hat eine
flacher geformte Mulde zum leichteren Einführen
derPatronen und dreht fich nicht mehr mit der Yerfchlufsachfe,
fondern um diefelbe. Die Verfehl
ufsachfe b erhält defshalb ftatt des keilförmigen
Kopfes einen fenkrecht abgebogenen
Anfatz, welcher in der Stofsplatte liegt, und durch
die Stofsplatten-Schraube an den Gehäufeboden
rückwärts angefchraubt wird. Die Verfchlufsfeder
ift durch eine kurze, ziemlich ftarke, im Verfchlufsftück radial gelagerte S p i r a 1 e c
erfetzt, welche in ihrer Lage durch den Boden einer durchlochten Schraube dfeftgehalten
wird und gegen den Kopf * des in derfelben fleckenden Stiftes drückt,
welcher bis zur Verfchlufsachfe reicht und fich im geöffneten oder gefchloffenen
Zuftand an eine der beiden Keilflächen derfelben anlegt.
W ird das Verfchlufsftück gedreht, fo wird der Stift durch den Keil der
Verfchlufsachfe fo lange herabgedrückt und die Spirale zufammengeprefst, bis der
Keil auf der Kopffläche des Stiftes fenkrecht fleht.
Bei einer etwas weiteren Drehung des Verfchlufsftückes fchnellt die Spirale
nach innen aus und veranlafst in Folge des excentrifchen Druckes die rafche,
Vollendung der Drehung.
Beim Modell 1873 wird das Zurückgehen des Verfchlufsftückes beim Oeftnen
durch einen im Gehäufe befindlichen Schraubenzapfen bewirkt, welcher in
die Patronenzieher-Nuth des Verfchlufsftückes eingreift.
Fig. 2. Bei dem
S c h 1 offe, welches
durchFig. 2
veranfchaulicht
ift , liegt der
Hammer a an
der inneren Seite
der Schlofsplatte
und (Mittelfchlofs)
ift fo
wie die Stange b
auf Zapfen c aufgefteckt,
welche
mit der Schlofsplatte
aus einem
Stück gearbeitet
find.