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Guftav Semrad und Johann Sterbenz
linken Kopfende der Achfe aufgefteckt ift, wird in ruhender
Stellung durch eine an der Seitenwand angebrachte Klinke feft-
gehalten.
Bei denLaffeten der gröfseren Kaliber, von 17 Centimeter
an, befinden fich die Rollräder des Raperts zwifchen den beiden
Blechen der Seitenwände aufserhalb des Nietkranzes. Jede Rolle
hat ihre eigene, in den beiden Wandblechen gelagerte Achfe.
Bei Anordung der hinteren Rollräder ift hier auf die
Anbringung der felbftthätigen Ausrennvorrichtung
Rückficht genommen, welche bei diefen Laffeten nach jedem
Schuffe Rapert und Rohr wieder in die Ladeftellung bringt,
ohne wie bei den 15- Centimeter-Laffeten, das Einrücken der
hinteren Rollräder durch die Mannfchaften zu erfordern. Emen
Haupttheil derfelben bilden zwei Keilfchienen, welche hinter
dem Rapert auf dem Rahmenbalken aufgefchraubt find. Auf
diefe laufen beim Schuffe die hinteren Rollräder des Raperts
auf und werden dadurch allmählig fo weit gehoben, dafs auch
die vorderen Rollräder zum Tragen kommen, und nach been
digtem Rücklauf vermöge der Neigung des Rahmens nach vorn
das fofortige Ausrennen bewirken.
Zur geraden Führung des Raperts beim Rücklauf find
unter dem Bodenblech Führungswinkel angebracht und
das allzu hohe Auffpringen oder Bocken des Raperts beim
Schufs wird durch die unter die Flanfchen der Rahmenbalken
«reifenden Bodenklammern verhütet.
Zur Begrenzung des Vor- und
Rücklaufes dienen vorn und hinten
auf dem Bodenblech angebrachte
Puffereifen, welche- gegen die am
Rahmen angebrachten Puffer an
rennen.
Zum Hemmen des Rücklaufes
von Rohr und Rapert dient die
hydraulifche Bremfe {Fig. TJ.
Den Haupttheil derfelben
bildet der aus Gufsftahl gefchmie-
dete, gebohrte’ und abgedrehte
Cylinder a, der hinten durch
einen aufgefchraubten, gefchloffenen
Bodenflanfch b feft gegen die
hintere Querverbindung desRahmens
angefchraubt ift, und vorn durch
den Cylinderbügel r an einem
Querftege desfelben feftgehalten
wird. Das vordere Ende des Cylin-
ders ift ebenfalls mit einem auf-
gefchraubten oberen Flanfch d
verfehen, an welchem der Cy lin
derdeckel e mit Schrauben be-
feftigt ift. Am Bodenflanfch befindet
fich die Verfchlufsfchrau b e/,
welche das Füllloch fchliefst, am
Cylinderdeckel der A b 1 af s h ah n^*.
Im Cylinder bewegt fich mit einigem
Spielraum der Kolben h, welcher