Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewefen.
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Ein zweiter Ring, durch welchen das Schleppfeil gezogen wird, ifl an einer
unterhalb des Stöckels befindlichen und über dasfelbe vorftehenden Schiene
eingehängt. Die auf den Deichfelarmen befefligte Sprengwage ift durch Zugflangen,
die aufserhalb des Rades auf den Achsflängeln aufgefchoben find, mit der
Achfe verbunden. Statt der Dritte] find an der Sprengwage Bolzen wie bei
Privat-Fuhrwerken angebracht, und find die Köpfe der äufseren Bolzen zum Auftreten
eingerichtet.
Ein Exemplar der in Rufsland eingeführten B erggefchütze war auf der
Ausflellung in feine einzelnen Theile zerlegt, und auf Pferden aufgepackt. Eine
diefer Pferdefiguren trug das Rohr, die zweite die Laffete, eine dritte die Räder
fammt der Gabeldeichfel ; ein viertes Pferd war mit zwei Munitionsverfchlägen
bepackt. Jedes der vier Pferde war mit einem anderen, dem Zwecke entfprechenden
Sattel verfehen. Diefelben find fehr einfach, und beftehen aus zwei fchmiedeeifernen
Zwiefeln, die durch Holzfchienen mit einander verbunden find. Innerhalb
der Zwiefelarme find Darmfaiten befefligt.
Beim Rohrfattel find parallel zu feiner Längenmitte zwei laffetenähnliche
Bleche mit Ausfchnitten für die Schildzapfen angebracht. Das Rohr liegt mit
feiner Länge in der Richtung des Pferderückens. Die Laffete, welche in ähnlicher
Weife, wie das Rohr fortgebracht wird, liegt auf beiden Zwiefeln, deren Arme
zu diefem Zwecke mit geraden, laffetenbreiten Spangen verbunden find Beim
Räderfattel find an den Zwiefelarmen flärkere, mit Ausfchnitten für die Nabe
verfehene Bretchen befefligt, und werden die Räder auf eigene Zapfen angefleckt.
Statt der gewöhnlichen Pferdedecken werden fechsfach zufammengelegte
hilzdecken benützt, und darüber ein fchabrackenartiges Schwarzleder gebreitet.
Beim Laffeten- und Rädertragpferd wird der Sattel mittelfl eines Schwungriemens
gegen das Zurückfchieben gefichert; beim Rädertragpferd ifl aufserdem der Sattel
mit dem Bruflriemen, den das Pferd zum Ziehen der Laffete hat, verbunden.
Zu den vom Petersburger Arfenal exhibirten Objedlen gehörte noch ein
broncener 6-z ö 11 i g e r (15- Centimeter) Hinterlad ungs-Mörfer. Derfelbe
hat 24 breite Züge, ebenfo viel fchmale Felder und einen broncenen
Verfchlufskeil von ähnlicher Einrichtung, wie das Feldgefchütz.
Die Zündung erfolgt fenkrecht auf die Rohraxe durch das in einen kupfernen
Kern gebohrte Zündloch. Am ebenen Bodentheil hat das Rohr zwei Haken
zum Einhängen der Ladebüchfe. Der aus Verlängerungshülfe und Stab beflehende
Auffatz ifl rückwärts in das Rohr eingelaffen. Das Vifir fleckt auf einer Schraubenfpindel,
welche in einer gefchlitzten, von der Mitte nach rechts und links in 40
Linien getheilten Röhre eingefetzt ifl, und kann mittelfl einer kleinen Schraube
verfchoben werden.
Die Wände der Laffete, welch’ letztere auf einem eifernen Rahmen
gebraucht wird, find aus dickem Eifenblech und durch vier Bolzen mit einander
verbunden. An den unteren Rändern find fie durch aufgenietete Winkeleifen auf die
Breite der Rahmenbalken gebracht.
Die Schildzapfen - Lager fowie die zur Aufnahme der Transportirachfe
beflimmten Lager, welche fich an dem fenkrechten Theile der Laffetenflirne
befinden, werden durch aufgenietete Verflärkungsbleche gebildet.
Zwifchen den Wänden befinden fich ferner auf einer diefelben durchfetzenden
Welle zwei Rollen im Abflande der Rahmenbalken, die nur beim Aufführen
der Laffete auf den Rahmen in Wirkfamkeit treten.
Die Höhenrichtung wdrd mit einem auf einer Kurbelwelle aufgefleckten
Zahnrade gegeben, welches in den an demMörferrohr befefligten Zahnbogen greift.
Der Mörfer war in der Transportadjuflirung ausgeflellt.
In derfelben fleht die Laffete auf hohen hölzernen Rädern und ifl mittelfl
einer eifernen Aufprotzgabel mit der Protze verbunden. Die Aufprotzgabel befiehl
aus zwei Armen, welche auf zwei die Laffetenwände durchfetzenden Bolzen aufgefleckt
find. Auf den vorderen Enden der Arme, die durch zwei Bleche, von
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