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Full text : Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewesen (Gruppe XVI, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

Allgemeine  Bewaffnung  und  Artilleriewefen.

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Ein  zweiter  Ring,  durch  welchen  das  Schleppfeil  gezogen  wird,  ifl  an  einer
unterhalb  des  Stöckels  befindlichen  und  über  dasfelbe  vorftehenden  Schiene
eingehängt.  Die  auf  den  Deichfelarmen  befefligte  Sprengwage  ift  durch  Zugflangen,
  die  aufserhalb  des  Rades  auf  den  Achsflängeln  aufgefchoben  find,  mit  der
Achfe  verbunden.  Statt  der  Dritte]  find  an  der  Sprengwage  Bolzen  wie  bei
Privat-Fuhrwerken  angebracht,  und  find  die  Köpfe  der  äufseren  Bolzen  zum  Auftreten ­
  eingerichtet.
Ein  Exemplar  der  in  Rufsland  eingeführten  B  erggefchütze  war  auf  der
Ausflellung  in  feine  einzelnen  Theile  zerlegt,  und  auf  Pferden  aufgepackt.  Eine
diefer  Pferdefiguren  trug  das  Rohr,  die  zweite  die  Laffete,  eine  dritte  die  Räder
fammt  der  Gabeldeichfel  ;  ein  viertes  Pferd  war  mit  zwei  Munitionsverfchlägen
bepackt.  Jedes  der  vier  Pferde  war  mit  einem  anderen,  dem  Zwecke  entfprechenden
  Sattel  verfehen.  Diefelben  find  fehr  einfach,  und  beftehen  aus  zwei  fchmiedeeifernen
  Zwiefeln,  die  durch  Holzfchienen  mit  einander  verbunden  find.  Innerhalb
der  Zwiefelarme  find  Darmfaiten  befefligt.
Beim  Rohrfattel  find  parallel  zu  feiner  Längenmitte  zwei  laffetenähnliche
Bleche  mit  Ausfchnitten  für  die  Schildzapfen  angebracht.  Das  Rohr  liegt  mit
feiner  Länge  in  der  Richtung  des  Pferderückens.  Die  Laffete,  welche  in  ähnlicher
Weife,  wie  das  Rohr  fortgebracht  wird,  liegt  auf  beiden  Zwiefeln,  deren  Arme
zu  diefem  Zwecke  mit  geraden,  laffetenbreiten  Spangen  verbunden  find  Beim
Räderfattel  find  an  den  Zwiefelarmen  flärkere,  mit  Ausfchnitten  für  die  Nabe
verfehene  Bretchen  befefligt,  und  werden  die  Räder  auf  eigene  Zapfen  angefleckt.
Statt  der  gewöhnlichen  Pferdedecken  werden  fechsfach  zufammengelegte
hilzdecken  benützt,  und  darüber  ein  fchabrackenartiges  Schwarzleder  gebreitet.
Beim  Laffeten-  und  Rädertragpferd  wird  der  Sattel  mittelfl  eines  Schwungriemens
gegen  das  Zurückfchieben  gefichert;  beim  Rädertragpferd  ifl  aufserdem  der  Sattel
mit  dem  Bruflriemen,  den  das  Pferd  zum  Ziehen  der  Laffete  hat,  verbunden.
Zu  den  vom  Petersburger  Arfenal  exhibirten  Objedlen  gehörte  noch  ein
broncener  6-z  ö  11  i  g  e  r  (15-  Centimeter)  Hinterlad  ungs-Mörfer.  Derfelbe
  hat  24  breite  Züge,  ebenfo  viel  fchmale  Felder  und  einen  broncenen
Verfchlufskeil  von  ähnlicher  Einrichtung,  wie  das  Feldgefchütz.
Die  Zündung  erfolgt  fenkrecht  auf  die  Rohraxe  durch  das  in  einen  kupfernen ­
  Kern  gebohrte  Zündloch.  Am  ebenen  Bodentheil  hat  das  Rohr  zwei  Haken
zum  Einhängen  der  Ladebüchfe.  Der  aus  Verlängerungshülfe  und  Stab  beflehende
Auffatz  ifl  rückwärts  in  das  Rohr  eingelaffen.  Das  Vifir  fleckt  auf  einer  Schraubenfpindel,
  welche  in  einer  gefchlitzten,  von  der  Mitte  nach  rechts  und  links  in  40
Linien  getheilten  Röhre  eingefetzt  ifl,  und  kann  mittelfl  einer  kleinen  Schraube
verfchoben  werden.
Die  Wände  der  Laffete,  welch’  letztere  auf  einem  eifernen  Rahmen
gebraucht  wird,  find  aus  dickem  Eifenblech  und  durch  vier  Bolzen  mit  einander
verbunden.  An  den  unteren  Rändern  find  fie  durch  aufgenietete  Winkeleifen  auf  die
Breite  der  Rahmenbalken  gebracht.
Die  Schildzapfen  -  Lager  fowie  die  zur  Aufnahme  der  Transportirachfe
beflimmten  Lager,  welche  fich  an  dem  fenkrechten  Theile  der  Laffetenflirne
befinden,  werden  durch  aufgenietete  Verflärkungsbleche  gebildet.
Zwifchen  den  Wänden  befinden  fich  ferner  auf  einer  diefelben  durchfetzenden ­
  Welle  zwei  Rollen  im  Abflande  der  Rahmenbalken,  die  nur  beim  Aufführen
der  Laffete  auf  den  Rahmen  in  Wirkfamkeit  treten.
Die  Höhenrichtung  wdrd  mit  einem  auf  einer  Kurbelwelle  aufgefleckten
Zahnrade  gegeben,  welches  in  den  an  demMörferrohr  befefligten  Zahnbogen  greift.
Der  Mörfer  war  in  der  Transportadjuflirung  ausgeflellt.
In  derfelben  fleht  die  Laffete  auf  hohen  hölzernen  Rädern  und  ifl  mittelfl
einer  eifernen  Aufprotzgabel  mit  der  Protze  verbunden.  Die  Aufprotzgabel  befiehl
aus  zwei  Armen,  welche  auf  zwei  die  Laffetenwände  durchfetzenden  Bolzen  aufgefleckt ­
  find.  Auf  den  vorderen  Enden  der  Arme,  die  durch  zwei  Bleche,  von
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