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MAK

Full text : Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewesen (Gruppe XVI, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

Allgemeine  Bewaffnung  und  Artilleriewefen.

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Beim  Bereifen  der  Rohre  kommt  es  vor  Allem  auf  die  äufserft  genaue
Meffimg  der  Durchmeffer  der  Kernröhre  und  der  Ringe  an.  Ein  ganz  geringfügiges
Mehr  oder  Weniger  des  auf  theoretifchem  oder  praktifchem  Wege  als  geeignet
oder  nothwendig  erkannten  Durchmeffermafses  kann  das  Gelingen  eines  Rohres
felbft  bei  dem  heften  Materiale  in  Frage  ftellen.
Das  Abdrehen  der  Kernröhre,  fowie  das  Ausdrehen  der  Ringe  mufs  demnach
auf  das  .Sorgfältigfte  bewirkt  werden,  um  annähernd  gleiche  Spannungsverhält'
niffe  in  der  ganzen  Länge  des  beringten  Theiles  zu  erhalten.  Eine  der  Hauptbedingungen ­
  zumGelingen  diefer  Procedur  ift  dieVerläfslichkeit  des  Inftrumentes,  mit  welchem ­
  dasMeffen  der  Durchmeffer  vorgenommen  wird.  Bei  E  ck  m  annbedient  man
fich  zur  Ermittlung  der  letzteren  des  in  der  (Fig.  17J  veranfchaulichten  Inftrumentes.
Diefes  befteht  aus  dem  gufseifernen,  durchbrochenen  Bogentheil  a,  aufserhalb
deffen  Mitte  ein  in  Nuthen  verfchiebbarer  Träger  b  aus  Stahl  eingefetzt  ift.  Im
linken  Ende  des  Bogens  befindet  fich  eine  Schraubenfpindel  c,  an  welche  je  nach  der
Gröfse  des  betreffenden  Durchmeffers  längere  oder  kürzere  Körner  d  aufgefchraubt
werden  können.  Das  rechte  Bogenende  enthält  einen  Rollennonius  e,  mit  dem  der
kürzere  Arm  des  durch  eine  Feder/ftets  nach  auswärts  gedrückten  doppelarmigen
Hebels  derart  in  Verbindung  fteht,  dafs  derfelbe  beim  Herausfchrauben  der  Flügelmutter ­
  gegen  den  kürzeren,  mit  einer  Gleitrolle  verfehenen  Arm  des  horizontalen
Hebels  h  drückt;  der  längere  Arm  diefes  Hebels  läuft  in  eine  Spitze  aus,  welche
längs  einer  Scala  i  gleitet,  und  das  Mafs,  um  welches  die  Flügelfchraube  axial
bewegt  wurde,  in,  wenn  wir  nicht  irren,  achtzigfacher  Vergröfserung  angibt.
Fig.  17.

Fig.  18.

Der  Lichtendurchmefler  der  Ringe  wird  nicht
mittelft  einer  Schublehre.  fondern  auf  geometrifchem
Wege,  und  zwar  in  folgender  Weife  ermittelt:  Ein
Eifenftab,  etwas  kürzer  als  der  LichtendurchmelTer
des  Ringes,  wird  in  denfelben  eingeführt  und  werden
die  Punkte,  wo  derfelbe  den  Umfang  des  Ringes
berührt,  bezeichnet.  Alsdann  wird  der  Stab  in  die
Lage  a  b 2  gebracht,  und  aus  dem  Umfangswinkel  a
und  der  Länge  des  Stabes  der  wahre  Durchmefler
a  b  des  Ringes  errechnet.  (Fig.  18.  )
Ift  diefs  gefchehen,  fo  werden  die  Körner  des
Zirkels  auf  diefes  Mafs  auseinander  geftellt,  und
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