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Full text : Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewesen (Gruppe XVI, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

Allgemeine  Bewaffnung  und  Artilleriewefen.

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mafsen  zweifelhaft,  ob  das  Gefchütz,  wie  es  jetzt  befchaffen  ift,  die  Strapatzen
eines  Feldzuges  aushalten  dürfte,  und  wir  glauben,  dafs  die  Conftru&eure  fich
wohl  oder  übel  zu  einiger  Verftärkung  desfelben  werden  entfchliefsen  müffen.
Norwegen.  Von  der  F  e  1  d  z  e  u  g  m  e  i  ft  e  r  -  E  x  p  e  d  i  t  i  o  n  in  Chriftian
  i  a  wurden  zwei  2  y 2  zöllige  (6pfündige)  G  eb  i  r  gs  g  e  fc  hü  t  z  e  ,  davon  eines
laffetirt,  ein  2 1 / 2  zölliges  (8pfündiges)  und  ein  3  zölliges  (i3pfündiges)
Feldgefchütz-Rohr,  ferner  ein  13p  fündig  es  bis  zum  Zerfp  ringen
befch  offenes  Rohr,  welche  alle  aus  den  Werkftätten  von  Aall  &  Sön  hervorgegangen ­
  find,  ausgeftellt.
Die  Rohrmaterie  ift  Stahl,  und  find  die  Gebirgs-  und  die  2 1 / 2 zölligen  Feldrohre ­
  aus  einem  Blocke  mit  einer  Schildzapfen-Frette  hergeftellt,  während  die
3 1 / 2 zölligen  Rohre  einen  cylindroconifchen  Kern  befitzen,  deffen  cylindrifcher
Theil  durch  drei  aufgezogene  Hülfen  aus  Schmiedeeifen  verftärkt  ift,  deren  mittlere
die  Schildzapfen  trägt.  Alle  Rohre  find  für  Vorderladung  mit  dem  fchwedifchen
Zugfyfteme  eingerichtet.
Zum  Richten  dienen  je  zwei  meffingene  Zollauffätze,  von  denen  der  eine
in  der  Verticalebene  der  Seelenaxe,  der  zweite  rechts  feitwärts  und  parallel  zum
erfteren  in  am  Bodenftücke  aufgefchraubten  Hülfen  angebracht  ift.  Der  Gebrauchsmethode ­
  zweier  Auffätze  entfprechend,  hat  jedes  Rohr  zwei  Vifirkorne,  eines  ober
der  Mündung,  das  andere  auf  der  Angufsfcheibe  des  rechten  Schildzapfens.  Das
Zündloch  ift  in  einen  kupfernen  Kern  gebohrt.  Das  Bergrohr  wiegt  338  Pfund,
die  leichtere  Feldkanone  762,  die  fchwerere  1211  Pfund.
Das  eine  Gebirgsgefchütz  hatte  eine  eifenblecherne  Wandlaffete
von  der  gewöhnlichen  Conftrudlion  mit  genieteten  Wänden;  diefelbe  hat  Achskäften
  zur  Aufnahme  von  Requifiten;  die  Richtmafchine  befteht  aus  zwei  ineinander ­
  gehenden  Schrauben.  Die  Traube  des  Rohres  ift  mit  der  Richtmafchine
verbunden.  Diefe  wenigen  Einzelriheiten  kennzeichnen  das  Syftem  hinlänglich,
welches  an  und  für  fich  nichts  Neues  bot.  Bemerkenswerth  war  nur  die  Bremsvorrichtung, ­
  die  von  der  öfterreichifchen  infoferne  abweicht,  als  das  Hemmfeil,
welches  bei  unferen  Gebirgslaffeten  um  eine  Felge  gefchlungen  wird,  bei  der
norwegifchen  Laffete  mit  einem  auf  dem  Achsftängel  aufgefteckten  Ringe  verbunden ­
  wird,  was  zweifellos  einfacher  ift.
Die  ausgeftellten  Rohre  wurden  in  Norwegen  fo  aufserge  wöhnli  che  n
Proben  unterworfen,  dafs  wir  glauben,  geftützt  auf  authentifche  Angaben,  von
denfelben  hier  Notiz  nehmen  zu  follen
Aus  der  2i/ 2  zölligen  Bergkanone  wurde  zuerft  zur  Feftftellung  der
Schufstafeln  folgender  Verfuch  ausgeführt:

Gattung  des  Proje&ils

Pulverladung

Zahl
der
Schüffe

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2
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Cl  ■
b&

S  c  h  u  f  s

Granaten  von  5’6  Pfund
(2'8  Kilogramm)

130

60

60

250

Granatkartätfchen  von  8  Pfund
(4*0  Kilogramm)

5

5

IO

Büchfenkartätfchen  von  6  Pfund
(3’0  Kilogramm)

60

60
            
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