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Full text: Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewesen (Gruppe XVI, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

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Guftav Semrad und Johann Sterbenz. 
Bodenfehraube G, den Ringen E und dem Schildzapfen-Ring F. 
— Die Jaquettes, die Bodenfehraube und alle R i n g e, mit Ausnahme 
des Schildzapfen-Ringes, welcher von Schmiedeifen ift, * find aus Gufsflahl 
verfertigt. Die Schraube wird aus Blöcken mit ftarker Gewichtszugabe forgfältig 
ausgefchmiedet und dann appretirt; die äufseren Ringe werden gefchmiedet und 
in ähnlicher Weife, wie die Radbandagen der Locomotivräder gewalzt, fo dafs 
die Fafern in der Richtung des Rohrumfanges zu liegen kommen, wodurch die 
abfolute Fertigkeit des Stahles zur vollen Geltung gebracht wird. Der Bodenring 
hat zwei Verftärkungen, in welche die zu dem Elevationsmechanismus gehörigen 
Bolzen eingefetzt werden; jede diefer Verftärkungen ift mit einem Canale für die 
Auffatzftange verfehen. Hiedurch wurde die Anbringung eigener Träger für den 
Richtmechanismus und die dadurch bedingte Schwächung des Ringes vermieden. 
Das Zündloch ift in einen kupfernen Kern gebohrt und vom Ende der Bohrung 
um 0 4 der Ladungslänge entfernt. Die Bohrung ift ftatt der üblichen Züge mit 
drei Rippen verfehen, die io Zoll breit und 02 Zoll hoch find; diefen Rippen 
entfprechend hat das Gefchofs drei, den ganzen cylindrifchen Theil durchziehende 
Furchen. Der über den Gefchofskern gemeffene Spielraum beträgt 0 08 Zoll, 
jener in den Gefchofsfurchen 0-05 Zoll. 
Die Vavaffeur’fche Rahme nlaffete befitzt einen originellen Mecha- 
nismus zur Begrenzung und Schwächung des Rücklaufes, fowie 
zum Vor- und Zurückführen des Gefchützes. 
Die Fig. 20 zeigt Laffete und Rahmen aus dem Erzeugungsjahr 1868, wie 
fie fich in der Ausftellung befanden. In der letzten Zeit hat jedoch Vavaffeu r 
den Bremsmechanismus modificirt, und denfelben namentlich für fchwere Kaliber 
dadurch geeigneter gemacht, dafs er zwei Bremsbänder an der vorderen Trommel 
anbrachte, wodurch, indem eines von Haus aus auf ein gewiffes Mafs angezogen 
werden kann, jeder beliebige Grad der Bremfung zu bewirken ift. Wir geben 
daher in der zur Befchreibung diefer Theile gehörigen Fig. 22 bereits die eben 
Fig. 22. 
angedeuteten Modificationen an, zumal diefeiben die jüngfte Phafe diefer Con» 
ftrucKon zur Anfchauung bringen. 
* Werden von nun an auch aus Gufsflahl erzeugt.
	        
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