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Full text: Militär-Sanität und freiwillige Hilfe im Kriege (Gruppe XVI, Section 3), officieller Ausstellungs-Bericht

Militäifanität und freiwillige Hilfe im Kriege. 
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' p ■■ 5 U1 ?‘ ren Wir das foeben Gefügte, fo wären den Eifenbahn-Gefellfchaften 
Pi BeruckfichUgung einer moghchen Kriegseventualität folgende Defiderata von 
eite der Mihtai-Samtatsbeliorden zu unterbreiten, welche beim Erbauen des 
jährlichen Wagen-Erganzungsmateriales zu berückfichtigen wären- 
Perfonenwagen III. und IV. Claffe wären mit breiten Kopfthüren und 
die SitzHeicht e e ntfe°.mbVf U ei; errehen - ^ Perf ° nenwiIIP « follten ferner 
bef.tzen AllePerf ° nenWagen ° hn£ Unterfchied der Claffen follten Dachventilation 
p, Einige Perdent der Guterwagen follten gleichfalls mit Kopfthüren und 
Plattformen — erftere kann man im gewöhnlichen Betriebe ftets verfperrt halten 
und nebftbei mit Dachventilation verfehen werden 
auf die B, e “tr ni r h deB2weRenPuBk t Mer ebenfalls aufnehme, fo refleAire ich weniger 
auf die Bieffn ten, ak vmhnehr auf die gewöhnlichen Reifenden, welche beiden 
habe°n n iT Chen PerfoBenwa S en durch Zugluft und Kohlenftaub fehr zu leiden 
ben. Um namentlich in heifserSommerszeit die unerträgliche Hitze zu mindern 
welche vom Wagendache ausftrahlt, welches, von der Sonne befohlenen und befon 
ders benn Stehen ftark erhitzt, einem Ofen gleich wirkt, würde es fich feh r 
Luftraun^übidg zu laffen' 5 '^' 61 d ° Ppelt ZU —hen und dazwifchen einen kleinen 
Bleffi ® eZÜgI:C r der “»«eil Einrichtung möge vor Allem betont werden, dafs die 
Bleffn-ten nie auf dem Boden gelagert werden follen, weil dort die Erfchütterung am 
ftarkften ift. Auch aus Remlichkeitsrückfichten und des ärztlichen fowie Wärter 
eilendes wegen empfiehlt es ficli den Boden ftets frei zu laffen. Die Bleflirten felbft 
T nne u auf den Tragbahren, die fie fchon einnehmen, fuspendirt, oderaber auf eigene 
Eagerbetten untergebracht werden. Erfteres empfiehlt fich für kurze, Letzteres für 
Zeit of 6 <ahrten ' Dle Lage auf einer Feldtrage wird nämlich nach längerer 
/ n TT* Und nameBtlich durch das muldenförmige Einfinken des 
Bahrtuches für die Dauer ganz unmöglich. Für kurze Strecken, etwa nur wenige 
Stunden lange Fahrten, empfiehlt fich das Beiaffen des Bleflirten auf der Tragbahre 
weil hiebei das Umladen verhindert wird. Bedient man fich der Tragbahren fo 
die g frh die / e .“ lt ku r. zen Riemen fuspendirt werden, aus denfelben Gründen 
he fchon bei den Bleffirtenwagen zur Sprache gekommen find. Jede Suspenfion 
lriit langen Riemen oder Stricken ift zu verwerfen. 
... . Die in d en Harris’fchenEifenbahn-Wagen zur Suspenfion benützten Kaut- 
ichukringe, die anfänglich auch in Preufsen Nachahmung gefunden haben find 
nie it zu empfehlen weil fie fich mit der Zeit dehnen und dadurch die kurze 
Suspenfion in eine lange umgewandelt, und weil Kautfchuk mit der Zeit fpröde 
wird und dann bricht. Lederringe find weit vortheilhafter, und will man dis 
Ioment der Elafticität des Kautfchuks, nicht miffen, obwohl diefe bei der Su 
penlion von geringer Bedeutung ift, fo kann man die Lederriemen an Eifenriimen 
1 efeftigen welche mit Spiralfeder-Vorrichtungen verfehen find, wie fie zuletz“ in 
Preufsen eingeführt wurden. eIzt 1,1 
Für längere Fahrten eignen fich beffer eigene Lagerftätten, die nicht fus 
pendirt wohl aber mit elaftifcher oder gar federnder Unterlage verfehen fein 
follen. Lagerftatten mit Matratzen und Decken wären nämlich zur Suspenfion zu 
cliwei, und ift auch das ftete Schwanken in fuspendirter Lage, fo angenehm es 
anfänglich ift, am zweiten oder dritten Tage fchon höchft peinlich 
PI rr i In e j ne “ W ?“- dCr Regel zweiachfi g - follen nicht mehr als zehn 
Bleffirte oder Kranke Unterkunft finden, eine Mehrzahl, wenn für längere Dauer 
r t r -fr h , rt ’ 7 Urde tr0tZ Ventllatlon der Reinheit der Luft Eintrag machen und 
fehädheh auf die Bleffirten wirken. S “ Und 
Die in jedem Lazarethwagen befindlichen Clofets müffen möglichft vom 
Wageninneren abgefondert fein und fich, obzwar mit Klappen verfehen, frei 
am Bahnkörper offnen, um jeden üblen Geruch im Wagen abzuhalten. Nur für 
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