Pilkin-Kefiel.
Centimeter ioo 012845 Meter.
Mafsftab 1 : 100 der Natur.
Der Keffel trug nur ein Sicherheitsventil gewöhnlicher Conftru<5lion und
zwar auf der Spitze des einzigen auf den Dampffammler gefchraubten Kreuz
rohres, an deffen einer Querfeite das Dampfventil von 90 Millimeter Durchmeffer
kam, während die Gegenfeite blind gefchloffen war.
Die fchmiedeeifernen Verbindungsrohre für das lange Wafferfland-Glas und
drei Probirventile waren in die vordere Rohrwand ganz einfach fchwach conifch
(eine rinnend, die anderen dicht) eingefchraubt, durchreichten die Rauchkammer
und Stirnplatte und trugen vor derfelben die flarken Anfatzflücke, deren Verfchlufs
durchwegs mit Ventilfpindeln und Griffrädchen gefchah. Ein grofses Mano
meter , gegitterte Heizthüren mit Drehfchieber und eine gefonderte Speife-
(Stofs-) Pumpe vervollfländigten die Armatur.
Die Heizfläche betrug 120 Quadratmeter (davon 100 Quadratmeter Rohre)
und der etwas geneigte Rofl, welcher aus 15 Meter langen, 25 Millimeter dicken
Stäben mit 15 Millimeter Spaltenweite befland, hatte 3 Quadratmeter Fläche, was
y 40 der Heizfläche entfpricht. Der Zug mit 0 42 Quadratmeter in den Rohren,
i/ 8 der Roflfläche erweiterte fich im Schornflein auf % derfelben.
Das Mifsverhältnifs fpricht klar aus diefen Zahlen. Was der Keffel an
Wärme aufnehmen könnte, kann der kleine Rofl nicht liefern. Was aber felbfl
diefer liefern könnte, laffen die (engen) Rohre nicht hindurch. So mochte denn der
Keffel für mittlere Beanfpruchung eben hingehen und dann felbfl ökonomifch
arbeiten aber in feinen Formen ebenmäfsig und einer gleichmäfsigen Steigerung
der Leiflung feiner Organen fähig, war er nicht.
Nun wurde aber der Keffel von der Fabrik aus als ein folcher von 60 Quadrat
meter Heizfläche bezeichnet und einem folchen bezüglich der Dampflieferung
gleichgeftellt. Diefe Heizfläche, welche fleh ergibt, wenn man nur 0 37 des Rohr
umfanges als heizend annimmt, fleht allerdings mit der Roftgröfse (dann 1 : 20)
im Einklang, aber das Keffelgewicht bleibt auf feiner alten Höhe, der eines